UNO: Saudi-Prinz in Khashoggi-Mord verwickelt

Erst hat Saudi-Arabien das Verschwinden von Khashoggi in Istanbul bestritten, Beweise beseitigt, dann seine Ermordung eingeräumt. Glaubhafte Hinweise belasten jetzt den saudischen Kronprinzen.

Die Vorwürfe verdichten sich: UN-Menschenrechtsexpertin Agnès Callamard sieht „glaubhafte Hinweise" auf eine persönliche Verantwortung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman für die Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi.

Saudi-Kronprinz Mohammes bin Salman

Um vollständig aufzuklären, wer hinter dem Mord steckt, sollen allerdings weiterführende Untersuchungen nötig sein, so Callamard in ihrem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat, der in Genf veröffentlicht wurde. Kronprinz Mohammed bin Salman war mehrfach als Drahtzieher der Bluttat verdächtigt worden. UN-Sonderberichterstatterin Callamard fordert jetzt internationale Sanktionen gegen den Kronprinzen.

Rückblick:

Journalist Khashoggi war im Oktober 2018 in Istanbul von einem aus Riad eigens angereisten Spezialkommando ermordet worden, als er im Konsulat Papiere für seine Hochzeit abholen wollte. Das hat die saudische Führung nach internationalem Druck eingeräumt und elf Männern den Prozess gemacht.

(isa)

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