ÖFB-Sportchef Peter Schöttel war am Montag in Manchester, soll sich dort mit United-Coach Ralf Rangnick getroffen haben. Der ÖFB dementierte. Wenngleich der Deutsche auf der Teamchefliste steht, im Sommer bei United auch das Trainer-Zepter abgibt.
„"Da gibt es Schlechtere als Rangnick"“
Würde er das Nationalteam weiterbringen? "Auf jeden Fall. Wenn sich der ÖFB reformieren will – da gibt es Schlechtere als ihn“, sagt Austrias Georg Teigl, der unter Rangnick in Leipzig kickte, die Red-Bull-DNA zuvor in Salzburg aufsaugte. "Unter ihm würde sich vieles ändern, er denkt anders, ist sehr anspruchsvoll. Seine Pressingschiene haben sich in Europa viele abgeschaut. Wir hätten auch die dynamischen Spieler dafür."
Wobei es für Teigl nicht nur den Red-Bull-Fußball gibt. "Ich finde es aufregend, hoch zu attackieren, früh zu stören, in die Tiefe zu gehen, aber die Mischung macht es aus, zwischen Pressing und Ballbesitz. So spielen es heute ja die meisten."
„"Österreich braucht einen Teamchef mit Format"“
Generell sagt Teigl: "Österreich braucht einen Teamchef mit Format, der den Spielern die Richtung vorgibt. Das zu tun, was man will, das geht nicht. Die Nationalität ist dabei zweitrangig, die deutsche Sprache nicht."
Also Rangnick? "Wenn es darum geht, nachhaltig aufzubauen, wäre der Teamchef gar nicht so die Idealposition für ihn. Da wirst du nach drei Spielen schon am Punkteschnitt gemessen.“
Teigl selbst ist nach seiner Ende Februar erlittenen Schädelfraktur am Weg zurück. "Ergometer und Krafttraining gehen schon. Ich bin stur, möchte in dieser Saison noch spielen."
Autor: Klaus Pfeiffer