Noch während des Qualifyings für das Sprintrennen am Samstag teilte die Rennleitung mit, dass gegen den Monaco-Sieger eine Untersuchung eingeleitet wurde.
Grund dafür war ein Überschreiten der Tracklimits im zweiten Qualifying-Abschnitt. Perez schaffte es erst auf den letzten Drücker ins Q3. Bei seiner letzten schnellen Runde, die Perez in den letzten Qualifying-Abschnitt brachte, hat der Red-Bull-Star allerdings die Strecke mit allen vier Rädern verlassen und sich damit einen Vorteil verschafft.
Der 32-Jährige wurde deshalb am Freitagabend zu den Stewards zitiert. Und die zeigten keine Gnade, strichen nachträglich Perez´ schnellste Runde aus dem Q2. Dadurch wurde der Mexikaner auch aus dem Ergebnis des dritten Abschnitts eliminiert. Perez rutscht von Rang vier auf den 13. Startplatz zurück.
Zunächst war der Regelverstoß nicht bemerkt worden, weil die Kommissare mehrere Runden anderer Piloten im Rahmen des Qualifyings für ungültig erklärten. Das Überschreiten der Tracklimits sei aber eindeutig gewesen, deshalb folgte die nachträgliche Rückversetzung.
Dass die Strafe erst nachträglich ausgesprochen wurde, sorgte im Bullen-Stall für Kopfschütteln. So meinte etwa Red-Bull-Berater Helmut Marko bereits nach dem Qualifying bei "Sky": "Ich verstehe nicht, wieso man nicht früher reagiert hat. Man hat alle Aufzeichnungen. Vom Timing her ist das unverständlich."
Leidtragender der Strafe ist nun Alpha-Tauri-Pilot Pierre Gasly. Der Franzose landete im Qualifying auf Rang elf. Wäre Perez bereits während der Session bestraft worden, hätte Gasly nachrücken und auch das Q3 bestreiten können. Nun erbt der Franzose den zehnten Startplatz. Die Chance auf ein besseres Ergebnis - Hamilton blieb in der finalen Phase nach einem Unfall ohne Zeit - wurde dem 26-Jährigen allerdings verwehrt.