Untreue? Ermittlungen gegen St. Pöltner Bischof

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Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt nach den Vorwürfen der Diözese Gurk-Klagenfurt gegen ihren ehemaligen und den nunmehrigen St. Pöltner Bischof Alois Schwarz.
Der Verdacht der Untreue steht im Raum. Bereits seit Ende Oktober werde gegen eine Vertraute des nunmehrigen St. Pöltner Bischofs Alois Schwarz und nun auch Schwarz selbst ermittelt, bestätigte jetzt Hansjörg Bacher, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, gegenüber dem ORF.

Die Frau war als Leiterin des Bildungshauses St. Georgen am Längsee angestellt - mit einem Jahresgehalt von 91.000 Euro plus Dienstauto und Dienstwohnung. Nach dem Dienstantritt von Schwarz in Niederösterreich war sie im Juli beurlaubt worden, Ende August wurde das Dienstverhältnis beendet.

Sie bekämpfte ihre Kündigung vor Gericht, die Diözese hatte hingegen die Rechtsgültigkeit des Dienstvertrages mit der Frau bezweifelt – der Streit endete in einem Vergleich.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Doch vom Tisch war das Thema damit noch lange nicht: Richter Helfried Kandutsch hatte nämlich gleich am ersten Verhandlungstag bekanntgegeben, dass er die Unterlagen wegen des Verdachts der Untreue an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet hatte. Diese ermittelte schon bald gegen die Vertraute des Bischofs - wegen möglicher Befangenheit in Klagenfurt übernahm die Staatsanwaltschaft Graz die Causa.

Freitagnachmittag äußerte sich schließlich auch der Bischof via Sprecherin zu Wort. "Dies ist nach Auskunft der Behörde ein reiner Routinevorgang", teilte die Sprecherin von Bischof Alois Schwarz, Katharina Brandner, mit. Die Vorwürfe der Diözese Gurk weist der Diözesanbischof von St. Pölten jedoch vehement zurück.

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(nit)

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