Österreich

Bim musste nach Sintflut in Graz evakuiert werden

Heute Redaktion
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Am Montagabend sorgten sintflutartige Regenfälle in der steirischen Hauptstadt für zahlreiche Überschwemmungen und Chaos auf den Straßen. Eine Bilanz.

Bis zu 300 Feuerwehrleute standen Montagabend im Dauereinsatz, um bis in die Morgenstunden am Dienstag sämtliche überschwemmte Keller von Wohnhäusern und Lokalen auszupumpen. Sogar das Einkaufszentrum Citypark am Lazarettgürtel stand unter Wasser. Dieses drang von der Straße in das Gebäude und überflutete die Shops – bis zu 30 Zentimeter hoch stand das Wasser im Shoppingcenter, "heute.at" berichtete ausführlich.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, gelang des den Einsatzkräften noch in der Nacht die Situation einigermaßen in den Griff zu bekommen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen sind die Geschäfte am heutigen Dienstag wieder geöffnet. Ein Video, das die Überschwemmung im Citypark zeigt, wurde schon über 610.000 Mal angeklickt.

Chaos im Verkehr

Auch am Flughafen Graz-Thalerhof ging kurzzeitig nichts mehr. Sämtliche Flüge fielen aus oder mussten umgeleitet werden. Genauso die Situation im öffentlichen Verkehr: Selbst in Straßenbahnen stand das Wasser, einige Züge konnten nicht mehr verkehren. Die Bim-Linien 1, 3, 6 und 7 mussten kurzzeitig mit Schienenersatzverkehr geführt werden. Die Tram-Unterführung am Hauptbahnhof war nicht befahrbar.

Am Dienstag haben sich die Regenfälle in der steirischen Hauptstadt zwar beruhigt, dennoch herrscht noch Chaos und die Florianis müssen noch weiter anpacken.

Ein stecken gebliebenes Auto ist hier zu sehen:

Eine überflutete Tiefgarage:

(Quelle: Leserreporter)

Auch im Süden des Landes Hochwasser

Abgesehen von der Stadt Graz, hat es auch in der Südsteiermark Unwetter gegeben. Die Feuerwehr von Straß teilte Bilder vom Hochwasser-Einsatz.

In der Gemeinde Ragnitz im Bezirk Leibnitz sind ebenfalls viele von den Regenmassen überrascht worden. Ein Video eines Leserreporters zeigt das Hochwasser in der Ortschaft Haslach.

(Quelle: privat)

Zug entgleist

Auf der Südbahnstrecke bei Retznei, zwischen den Stationen Leibnitz und Spielfeld, ist am Montagabend ein Güterzug infolge eines Murenabganges entgleist. Mehr dazu hier >>>

"Lebensgefährlicher Einsatz"

Im steirischen Wildon mussten die Silberhelme zur Menschenrettung ausrücken. Der Wurzingbach ist übergelaufen, einige Fahrzeuge sind daraufhin stecken geblieben. Die Feuerwehrler mussten drei Autoinsassen auf einem Wagen retten. Marcel Keutz von der Freiwilligen Wehr in Wildon bezeichnete den Einsatz laut ORF als "lebensgefährlich".

Hier einige weitere Videos und Bilder der Überschwemmungen:

(red)