Eine verwellende Luftmassengrenze lag zunächst über Vorarlberg und Bayern, die dort für Starkregen sorgte. Im Laufe des Tages verlagerte sich die Front in Richtung Osten, in Verbindung damit wurden teils kräftige Schauer und Gewitter ausgelöst.
In der kühlen und feuchten Luft erreichten die Temperaturen im äußersten Westen meist nur bis 12 oder 13 Grad. In der Osthälfte wurde es dagegen vor dem Durchzug des Frontensystems sommerlich warm In Wien wurden sogar kurzzeitig 30 Grad erreicht. Die großen Temperaturgegensätze in den Bundesländern sind auf der folgenden Tabelle visualisiert:
Die Grafik zeigt den Verlauf der Blitzaktivität am Sonntag. Die ersten Gewitterzellen bildeten zwischen 13 und 14 Uhr im Alpenvorland und zogen dann in Richtung Nordosten. Um 16:30 entstand dann im südlichen Mostviertel ein kräftiges Gewitter, welches in nördliche Richtungen zog. Die Station in Loosdorf meldete in einem kurzen Intervall 53 Liter Regen, so kam es dann auf der Westautobahn zu einer kleinen Vermurung.
Über den Nachmittag verteilt bis zum späten Abend zählte unser Blitzortungssystem landesweit etwas über 31.000 Blitze, die meisten davon (>27.000) wurden in Niederösterreich registriert (siehe Tabelle).
Die Karte der Niederschlagssummen zeigt die zwei Regime, die es heute in Österreich gab: Zum einen den Dauerregen im im Westen mit 52 l/m² in Bregenz, zum anderen die Gewitter im Osten und Norden, die punktuell über30-50 l/m² brachten. Außerdem fiel gebietsweise auch kleinkörniger Hagel vom Himmel.
Nach Abzug des Hauptsystems in Richtung Tschechien konnte man auf dem Radarbild ein kleines Bogenecho ausmachen. Auch die Ausdehnung des Wolkenschirms war beachtlich, er bedeckte zwischendurch eine Fläche von circa 60.000 Quadratkilometer!