Wer am Freitag ein Wetter-Radar öffnet, dessen Blick wandert unweigerlich in Richtung Süddeutschland. Eine riesige Unwetter-Front bahnt sich ihren Weg nach Osten, es ist mit Orkanböen, Starkregen und Hagel zu rechnen. Die Druckwelle ist klar sichtbar – und später am Nachmittag wird sie auch Österreich treffen.
Dabei gibt es fast perfekte Bedingungen für besonders zerstörerische Superzellen, wobei Föhn und Saharastaub die Entwicklung dämpfen können. Der genaue Verlauf ist deshalb noch unsicher. Der Wetterdienst Skywarn hat im Innviertel allerdings die höchste Warnstufe ausgerufen. Hier kann Hagel mit sieben Zentimetern oder mehr niedergehen.
"Im weiteren Verlauf ziehen die Zellen weiter an der Alpennordseite ostwärts. Dabei schwächen sie sich minimal ab, können jedoch zwischenzeitlich immer wieder den Status einer Superzelle erreichen", schreibt Skywarn auf Facebook. Immerhin: Bis nach Niederösterreich oder Wien schaffen es die schweren Gewitter wahrscheinlich nicht.
Später am Abend rückt der Süden in den Fokus. "Bei ähnlich guten atmosphärischen Bedingungen wie alpennordseitig bilden sich in Norditalien am späten Abend Gewitter, die wahrscheinlich zu Superzellen werden und rund um Mitternacht Kärnten erreichen." Die genaue Entwicklung ist aber auch hier laut Skywarn noch recht unsicher.