Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums, Fachleuten der Uni Graz sowie der OMV entdeckten das Delta dank modernster Technik in mehr als 600 Metern Tiefe. 3D-Seismik ermöglichte dem Team eine virtuelle Reise in die erdgeschichtliche Miozän-Epoche. Damals erstreckte sich sich das Delta der Ur-Donau von Mistelbach über Zistersdorf bis Aderklaa (Niederösterreich) und die Wiener Stadtgrenze.
Zu dieser Zeit mündete die Ur-Donau in den riesigen Pannon-See, der große Teile Ostösterreichs, Ungarns, Kroatiens und Rumäniens bedeckte. Die ehemaligen Deltakörper konnten präzise kartiert und so die Evolution des Deltas entschlüsselt werden. Etwa alle 40.000 Jahre verlagerte die Ur-Donau ihre Mündungsarme. Durch das allmähliche Absinken des Untergrunds des Wiener Beckens wurden die Schotter und Sande der Ur-Donau immer weiter abgesenkt und unter jüngeren Sedimenten begraben. So wurden in hunderten Metern Tiefe die Windungen einzelner Flussläufe konserviert und auf den Deltaflächen blieben ausgedehnte Dünenfelder erhalten.
Auch das Ende dieses Ur-Donaudeltas konnten die Forscher entschlüsseln. Nach nur