Heftige Regenfälle setzen Hawaii unter Wasser – und jetzt wächst die Angst vor einer noch größeren Katastrophe. Nach tagelangem Dauerregen warnen die Behörden eindringlich vor einem möglichen Dammbruch.
Die Niederschläge haben auf den Inseln dramatische Folgen ausgelöst: Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, ganze Wohngebiete stehen unter Wasser.
Große Sorgen bereitet den Einsatzkräften derzeit der Wahiawa-Staudamm an der Nordküste von Oahu. Laut Katastrophenschutz könnte er "jederzeit einstürzen oder brechen". Mehr als 5.000 Menschen wurden deshalb aufgefordert, das Gebiet umgehend zu verlassen.
Die Behörden schlagen Alarm und appellieren an die Bevölkerung, keine Zeit zu verlieren. Das Katastrophenschutzzentrum warnte eindringlich vor gefährlichen Sturzfluten und rief dazu auf, sich sofort in höher gelegene Gebiete zu begeben.
In der Hauptstadt Honolulu schilderte Bürgermeister Rick Blangiardi dramatische Rettungsaktionen: "Die Einsatzkräfte haben 233 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet." Teilweise mussten Bewohner sogar von den Dächern ihrer Häuser in Sicherheit gebracht werden. Besonders im Norden der Insel Oahu sind mehrere Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Auf einem Campingplatz saßen rund 70 Menschen in den Fluten fest.
Die Lage bleibt angespannt: Der Boden ist durch die anhaltenden Regenfälle bereits stark aufgeweicht, viele Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Die wirtschaftlichen Folgen könnten enorm sein – Gouverneur Josh Green sprach laut US-Medien von den schwersten Überschwemmungen seit rund 20 Jahren. Er rechnet mit Schäden von über einer Milliarde Dollar.
Trotz der extremen Lage gebe es bislang keine Berichte über Todesopfer oder Vermisste. Dennoch ist keine Entspannung in Sicht: Meteorologen erwarten, dass die heftigen Regenfälle noch bis morgen, Sonntag anhalten.