Ihm droht lebenslange Haft: Heute Donnerstag steht ein 35-jähriger Salzburger vor Gericht. Er soll vor zwei Jahren in Salzburg-Schallmoos einen Möbelpacker erschlagen haben. Nach eineinhalb Jahren kam Bewegung in die Ermittlungen, wie orf.at berichtet. Eine DNA-Spur, die bei einem Einbruch gefunden wurde, führte schließlich zu dem Angeklagten.
Laut Anklage soll der 35-Jährige dem Opfer in dessen Wohnung in einem Hochhaus in Schallmoos den Schädel eingeschlagen haben. Eigentlich habe es ein Einbruch werden sollen, weil der Möbelpacker angeblich Wertvolles daheim gehabt hat. Doch dann sei alles eskaliert.
Heute entscheiden acht Geschworene und drei Berufsrichter, wie es für den Angeklagten weitergeht. Die Freundin des Mannes, die ihn mit dem Auto zum Tatort gebracht haben soll, wurde bereits zu sechs Monaten bedingt verurteilt – wegen Beihilfe zum Einbruch.
In Österreich sitzen derzeit rund 150 Personen mit einer lebenslangen Strafe im Gefängnis. Laut Paragraph 75 Strafgesetzbuch – Mord – drohen zehn bis 20 Jahre Haft oder eben lebenslang. Lebenslang heißt bei uns aber nicht automatisch bis zum Tod: Nach 21 Jahren kann man bei guter Führung oder günstiger Prognose um vorzeitige Entlassung ansuchen.