Boris Becker wurde in vier von 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen - "Heute" berichtete hier ausführlich - der Tennis-Ikone droht sogar eine Haftstrafe.
Die Jury sah es als erwiesen an, dass Becker nach seiner Insolvenz 2017 eine Immobilie verschwiegen hatte und Gelder ohne Erlaubnis an andere Parteien überwies.
Zwei Wochen haben die Entscheidungsträger am Southwark Crown Court in London über das Strafmaß für Becker verhandelt. Heute um 13:00 Uhr erfährt der Deutsche sein endgültiges Urteil.
„"Sache ist sehr ernst!"“
Ein britischer Anwalt erklärt im Interview mit der Bild-Zeitung: "Becker wurde von den Geschworenen in vier Anklagepunkten für unehrlich befunden, obwohl er verpflichtet war, die Wahrheit zu sagen: Er unterschlug Beträge in siebenstelliger Höhe. Er hat versucht, mithilfe anderer Gelder abzuschöpfen. Boris Becker war unehrlich, und das macht die ganze Sache sehr ernst."
"Ich kenne nicht alle Fakten des Falles, aber es besteht eine reale Möglichkeit, dass er zu einer Gefängnisstrafe von drei bis fünf Jahren verurteilt werden könnte", sagt der Jurist. Becker muss also gebannt bis 13:00 Uhr unserer Zeit warten, wie seine Zukunft aussieht.