Urteil nach Mord an Insta-Model: Lange Haftstrafen

Ein Jahr nach der Bluttat an Instagram-Bloggerin Irene P. wurde in Salzburg das Urteil verkündet. Die Angeklagten wurden zu 10 und 12 Jahren Haft verurteilt und in Anstalt eingewiesen.
Es waren vier Schüsse aus einer zur tödlichen Waffe umgebauten Schreckschusspistole, die eine 20-Jährige im Oktober 2018 das Leben kosteten. Ein Leben, das gerade erst begonnen hatte.

Nach einem Abrutschen ins Drogenmilieu war Irene P. dabei, wieder ihren Platz zu finden. Sie wollte einen Job als Verkäuferin annehmen und hatte die erste eigene Wohnung in Zell am See (Sbg.) bezogen – mit ihrer Katze. Um die Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen, hatte sie vor, als Kronzeugin in einem Cannabisverfahren reinen Tisch machen.



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In Anstalt eingewiesen



"Ich war sauer auf sie. Sie hat mich zu Unrecht belastet", sagte der mutmaßliche Killer (18) jetzt vor Gericht. "Ich habe nicht nachgedacht, einfach abgedrückt." Der Staatsanwalt warf dem Zweitangeklagten (19) vor, seinem Bekannten die Waffe angesetzt und ihn dazu gezwungen zu haben, die Frau zu erschießen. "Es hat nie einen Tatplan gegeben", hielt dessen Verteidiger dagegen. Für die beiden Männer gilt die Unschuldsvermutung.

Sie sollen nach der Bluttat bereits ein zweites Opfer, einen Autoverkäufer, auserkoren und schon ein Grab für ihn ausgehoben haben. Ziel: an seinen Mercedes kommen. Psychiaterin Gabriele Wörgötter hielt die Angeklagten für brandgefährlich. Die Geschworenen ebenfalls. Der Killer wurde (nicht rechtskräftig) zu zehn Jahren unbedingter Haft verurteilt, sein Komplize zu zwölf Jahren. Die beiden kommen in eine Anstalt. Opferanwalt Stefan Rieder erkämpfte für die Eltern der Toten 76.000 Euro Schmerzensgeld.



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