US-Außenminister Kerry zu Friedensgesprächen in Wien

Wien ist wieder Hotspot der internationalen Diplomatie. Montag und Dienstag treffen sich Politiker und Diplomaten aus mehr als 20 Ländern um nach friedlichen Lösungen für die Konflikte in Syrien, Libyen und Berg-Karabach zu suchen. US-Außenminister John Kerry wurde bereits Montagvormittag beim Spazierengehen in der City gesichtet.
Wien ist wieder Hotspot der internationalen Diplomatie. Montag und Dienstag treffen sich um nach friedlichen Lösungen für die Konflikte in Syrien, Libyen und Berg-Karabach zu suchen. US-Außenminister John Kerry wurde bereits Montagvormittag beim Spazierengehen in der City gesichtet.

Die Diplomaten und Spitzenpolitiker erwartet ein dichtes Programm. Am Montag dreht sich alles um das Mittelmeerland Libyen. Eine "Stabilisierungskonferenz" unter der Führung der USA sowie Italiens soll Lösungen für die verfahrene Situation im Bürgerkriegsland finden.

Dort gibt es nicht nur zwei rivalisierende Regierungen, die sich gegenseitig nicht anerkennen; auch  hat sich dort festgesetzt und sorgt für zusätzliche Instabilität in der Region. 

Am Dienstag geht es dann um einen weiteren Anlauf für eine politische Lösung in Syrien. Für die Friedensgespräche ist nicht nur Russlands Außenminister Sergej Lawrow angereist, sondern auch Vertreter Saudi-Arabiens und des Irans.

Kurz optimistisch

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) verspricht sich davon echte Fortschritte, wie er gegenüber Journalisten während seines derzeitigen Israel-Besuchs sagte. Der Syrien-Konflikt sei auch ein "Stellvertreterkrieg", sagte Kurz. Deswegen sei es wichtig, die "regionalen Supermächte an einen Tisch zu setzen". Eine endgültige Lösung des blutigen Bürgerkriegs scheint aber nach wie vor in weiter Ferne.

Ganz oben auf der Agenda dürfte wohl die Aushandlung einer neuen Waffenruhe stehen. Der beim letzten Treffen ausverhandelte Waffenstillstand war in den vergangenen Wochen zusehends brüchig geworden und schließlich ganz beendet worden.

Auch Berg-Karabach auf Tagesordnung

Die Krisen in Libyen und Syrien sind für sich genommen bereits eine große Herausforderung. Zusätzlich dazu soll auch mit den Präsidenten von Armenien und Aserbaidschan über den kürzlich wieder aufgeflammten Konflikt in Berg-Karabach gesprochen werden.

In der überwiegend armenischen Kaukasusregion, die zu Aserbaidschan gehört, aber seit den 1990er Jahren umkämpft ist, ist die Gewalt in den vergangenen Wochen wieder aufgeflammt. Hier wollen Frankreich, Russland und die USA vermitteln, um eine erneute Gewalteskalation zu verhindern.

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