Es ist das Aus für eine der bekanntesten Billigairlines der USA: Spirit Airlines hat am Samstag alle Flüge gestrichen und eine "geordnete Abwicklung" ihrer Aktivitäten begonnen.
Auf der Website der Fluggesellschaft heißt es, der Kundendienst sei nicht mehr verfügbar. Die Rückzahlung bereits bezahlter Tickets sei eingeleitet worden.
Der "plötzliche und anhaltende Anstieg der Treibstoffpreise in den vergangenen Wochen" habe Spirit Airlines keine andere Möglichkeit gelassen, als den Betrieb einzustellen, so der Mutterkonzern Spirit Aviation Holdings.
Seit dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar haben sich die Kerosinpreise mehr als verdoppelt. Größere US-Fluggesellschaften haben daher bereits ihre Gewinnprognosen gesenkt.
Spirit Airlines hatte zuletzt nach Wegen aus seiner zweiten Insolvenz binnen eines Jahres gesucht. Laut Unternehmenschef Dave Davis wären für einen Weiterbetrieb "hunderte Millionen Dollar zusätzlich" nötig gewesen, die die Firma nicht habe.
Spirit Airlines hatte 1992 ihren Betrieb aufgenommen und 2024 noch mehr als 11.000 Menschen beschäftigt. Im April hatte auch die deutsche Lufthansa überraschend das Aus ihrer Tochter Cityline bekannt gegeben – bis Oktober entfallen 20.000 Flüge.