US-Verteidigungsminister Chuck Hagel tritt zurück

US-Präsident Barack Obama hat bestätigt, dass Verteidigungsminister Chuck Hagel zurücktritt. Er soll das Gesuch des 68-jährigen Republikaners bereits angenommen haben. Hintergrund dieses Schrittes ist angeblich, dass er beim Vorgehen gegen IS-Jihadisten mit Obama auf keinen grünen Zweig gekommen ist.

US-Präsident Barack Obama hat bestätigt, dass Verteidigungsminister Chuck Hagel zurücktritt. Er soll das Gesuch des 68-jährigen Republikaners bereits angenommen haben. Hintergrund dieses Schrittes ist angeblich, dass er beim Vorgehen gegen mit Obama auf keinen grünen Zweig gekommen ist.

US-Präsident Barack Obama hat den Rücktritt seines Verteidigungsministers Chuck Hagel bestätigt. Hagel sei ein "beispielhafter Verteidigungsminister" gewesen und habe das Ministerium mit "ruhiger Hand" geführt", sagte Obama am Montag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Hagel und Vizepräsident Joe Biden im Weißen Haus.

"Größtes Privileg meines Lebens"

Hagel sagte, die Zeit an der Spitze des Verteidigungsministeriums sei "das größte Privileg meines Lebens" gewesen. Er sei "ungeheuer stolz" auf das, was in seiner Amtszeit erreicht worden sei. Obama lobte Hagel für seinen Beitrag zum Truppenabzug aus Afghanistan und zur strategischen Neuausrichtung der US-Streitkräfte in Zeiten knapper Kassen.
Die "New York Times" berichtete, dass Obama seinen Verteidigungsminister aus dem Amt gedrängt habe. Grund dafür seien Meinungsverschiedenheiten über das Vorgehen gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat". Die Zeitung bezeichnet Hagel als erstes hochrangiges "Opfer" der jüngsten Kongresswahlen, bei denen die Republikaner die Mehrheit in beiden Parlamentskammern gewonnen haben. Hagel ist der einzige Republikaner im engeren Sicherheitsteams Obamas, der den Demokraten angehört.

Kritik an Luftschlägen gegen IS

Zuletzt hatten mehrere Regierungsvertreter anonym in US-Medien ihrer Unzufriedenheit über Hagels Amtsführung Luft gemacht. US-Jets bombardieren zwar seit über drei Monate Fahrzeuge und Stellungen der radikalen Sunnitenmiliz - durchgreifende Erfolge wurden aber bisher nicht bekannt. Strittig ist dabei auch, wie man syrische Rebellen stärker in ihrem Kampf gegen die Assad-Diktator in Damaskus unterstützen könnte. Hagel hatte erst kürzlich darauf beharrt, es gebe keine Strategieänderung.

Aus US-Regierungskreisen drang durch, dass Hagel bereits seit Oktober mit dem Präsidenten darüber gesprochen habe, die Regierung nach den Kongresswahlen Anfang November zu verlassen. Bis zur Bestätigung eines Nachfolgers durch den Senat werde der 68-jährige Republikaner das Amt weiter ausüben. Laut "New York Times" gibt es aber drei Favoriten. Bereit stehen demnach die früheren Pentagon-Spitzenbeamten Michèle Flournoy und Ashton Carter sowie der demokratische Senator Jack Reed.

Einst Obamas Wunschkandidat

Hagel hatte die Pentagon-Leitung und galt damals als der Wunschkandidat des Präsidenten. Der Senat hatte die Nominierung aber erst nach wochenlangem Streit bestätigt.

 

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