Ukraine

USA an Bord – steht jetzt Groß-Angriff auf Krim bevor?

Die ukrainische Halbinsel Krim ist schon seit über acht Jahren in russischer Hand: Nun zeigen die USA Bereitschaft, die Rückeroberung zu unterstützen. 

Laut "New York Times" ist Joe Biden nun bereit, einen Angriff seines ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenski auf die annektierte Halbinsel zu unterstützen.
Laut "New York Times" ist Joe Biden nun bereit, einen Angriff seines ukrainischen Amtskollegen Wolodimir Selenski auf die annektierte Halbinsel zu unterstützen.
Liu Jie Xinhua / Eyevine / picturedesk.com

Der Krieg in der Ukraine begann im Februar 2022, doch bereits 2014 annektierte Russland die ukrainische Krim mit einer bewaffneten Intervention seiner Streitkräfte. Für Russland auch aufgrund des Seehafens Sewastopol besonders relevant, steht die Krim im Mittelpunkt der aktuellen Auseinandersetzung. Militärisch gesehen ist es auf der Halbinsel jedoch schon länger ruhig – doch das könnte sich nun bald ändern. 

Laut der "New York Times" gab es im Weißen Haus einen womöglich folgenreichen strategischen Schwenk. Demnach könnte die Rückeroberung der Krim, ein wichtiges Ziel der Ukraine, nun wieder Fahrt aufnehmen. Washington um Präsident Joe Biden signalisiere erstmals die Bereitschaft, die ukrainische Armee mit den Waffen auszustatten, die benötigt würden, um die auf der Krim stationierten russischen Truppen effektiv angreifen zu können.

Kommt Putins Brücke ins Wanken?

Im Vordergrund der Debatte stünde weitreichende Artillerie vom Typ HIMARS, welche die Ukraine in der Vergangenheit bereits von den USA erhalten hat. Damit könnte vom ukrainischen Festland aus ein Angriff auf die Krim und wohl auch die prestigeträchtige Krim-Brücke des russischen Präsidenten Putin gestartet werden. Diese verbindet die russische Region Kransodar mit der Halbinsel und ist eine essenzielle Transportlinie für die russischen Streitkräfte. 

Bislang war es den USA zu heikel gewesen, einen solchen Schritt zu gehen. Die berechtigte Befürchtung beruht darauf, dass Moskau das Unterstützen eines groß angelegten Angriffs auf die Krim als endgültigen Akt der Eskalation betrachten würde.

In genau diese Kerbe schlägt die russische Antwort auf die Neuigkeiten aus den USA: "Allein die Diskussion darüber, die Ukraine mit Waffen auszustatten, die es ihr ermöglichen, russisches Territorium anzugreifen, ist gefährlich", so Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er warnt vor solchen Waffenlieferungen, sie würden "ein neues Niveau des Konflikts bedeuten" und "nichts Gutes für die Sicherheit in der Welt und Europa verheißen". 

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    In diesem Lkw wurde der Sprengstoff transportiert.
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    State Revenue Committee of Armenia (Armenische Steuer- und Zollbehörde, Anm.)