Trump will Insel besetzen

USA verlegen tausende Soldaten in den Nahen Osten

Die USA verlegen weitere Marines in den Nahen Osten. Präsident Trump erwägt, die strategisch wichtige iranische Insel Kharg zu besetzen.
Newsdesk Heute
20.03.2026, 20:50
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Die USA schicken laut mehreren Medienberichten zusätzliche Eingreiftruppen vom Marinekorps in den Nahen Osten. Das "Wall Street Journal" meldete am Freitag, dass zwischen 2.200 und 2.500 Marines aus Kalifornien entsendet werden. Laut dem Sender CNN sollen sogar tausende Marines und Marinesoldaten in die Region verlegt werden. Beide Medien berufen sich auf anonyme US-Beamte.

Wie die Plattform "Axios" berichtet, überlegt US-Präsident Donald Trump, die iranische Öl-Insel Kharg zu besetzen. Diese Aufgabe könnten dann die Marines bei einem Bodeneinsatz übernehmen. Trump will damit die Islamische Republik unter Druck setzen, damit die blockierte Straße von Hormus wieder für Öltanker geöffnet wird.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte zum "Axios"-Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: "Das Militär der Vereinigten Staaten kann die Insel Kharg jederzeit einnehmen, wenn der Präsident den Befehl gibt."

Noch am Donnerstag hatte Trump bestritten, Bodentruppen im Iran einsetzen zu wollen. Mitte März griffen die USA Kharg aus der Luft an und laut Trump wurden dort militärische Ziele "vollständig ausradiert".

Die Insel Kharg liegt im Persischen Golf. Über das dortige Öl-Terminal läuft fast der gesamte iranische Rohölexport. Nach den Luftangriffen erklärte Trump, er habe sich "dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören". Sollte die Straße von Hormus weiter blockiert bleiben, werde er das aber überdenken, drohte der Präsident.

Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports führt, vom iranischen Militär praktisch gesperrt. Außerdem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Golfstaaten und griff Öltanker an. Das trieb die Öl- und Gaspreise weltweit nach oben. Wegen der gestiegenen Spritpreise gerät Trump auch in den USA unter Druck.

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