Die USA lassen den Chip-Hersteller Nvidia ab sofort wieder Hochleistungschips nach China liefern. Das Handelsministerium in Washington hat am Dienstag die Exportprüfung geändert. Jetzt wird bei jedem Antrag einzeln entschieden, ob der Export erlaubt ist. Allerdings ist inzwischen fraglich, wie groß das Interesse in China an diesen Halbleitern überhaupt noch ist.
US-Präsident Donald Trump hat im Dezember mit Chinas Staatschef Xi Jinping eine Vereinbarung getroffen. Demnach dürfen Nvidia-Chips der Serie H200 unter bestimmten Bedingungen nach China verkauft werden.
Trumps Vorgänger Joe Biden hatte die Ausfuhr dieser Hochleistungschips, die zum Beispiel für KI-Anwendungen oder im Militär genutzt werden, stark eingeschränkt. Damit wollten die USA ihren technologischen Vorsprung im KI-Bereich sichern und verhindern, dass Peking bestimmte militärische Technologien entwickelt.
Unter Trump wurden zeitweise sogar noch strengere Regeln eingeführt. Nvidia durfte einen speziell für China entwickelten Chipsatz nicht mehr dorthin verkaufen.
Dann kam aber die Wende: Auch H200-Exporte sind jetzt wieder möglich – aber nur, wenn zum Beispiel die "ausreichende" Versorgung in den USA gewährleistet ist. Außerdem gehen laut Trump 25 Prozent der Einnahmen an die US-Regierung.
Mittlerweile haben einige chinesische Firmen eigene Hochleistungschips entwickelt. Peking fordert die Unternehmen im Land dazu auf, lieber auf heimische Produkte zu setzen.
Das Nachrichtenportal The Information berichtet, dass die Behörden in China den Import von H200-Chips nur in Ausnahmefällen erlauben – etwa für Labore oder Universitäten.