US-Technologiekonzerne und immer stärker auch asiatische Firmen gewinnen durch den KI-Boom weiter an Bedeutung. "Das Jahr 2025 stand an den Weltbörsen ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz", erklärte Henrik Ahlers, Chef von EY Deutschland.
Doch von dieser "Euphorie" profitierten vor allem Unternehmen in den USA und Asien. "Unter den acht Unternehmen mit den größten Wertzuwächsen in den Top 100 finden sich ausschließlich Tech-Giganten aus diesen beiden Regionen."
Insgesamt haben die 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt laut EY-Auswertung im vergangenen Jahr wieder kräftig an Wert zugelegt. Im Schnitt ist die Marktkapitalisierung um 23 Prozent gestiegen, insgesamt um zehn Billionen Dollar.
Asiatische Unternehmen in den Top 100 legten im Schnitt um 27 Prozent zu, US-Firmen um 20 Prozent. Trotzdem führen die US-Konzerne das Ranking weiter klar an. 60 der 100 größten Unternehmen haben ihren Sitz in den USA – das sind zwei weniger als im Jahr davor. Unter den Top Ten sind acht US-Unternehmen, davon belegen sieben sogar die ersten Plätze.
Das wertvollste Unternehmen der Welt war zum Jahresende der Chiphersteller Nvidia. Der Börsenwert ist im Jahresverlauf um 38 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar gestiegen. "Damit ist Nvidia fast doppelt so viel wert wie alle Dax40-Unternehmen zusammen", erklärte EY.
Die Zahl der europäischen Unternehmen in den Top 100 ist von 18 auf 17 gesunken, die asiatischer Firmen von 17 auf 19 gestiegen. Deutschland ist mit SAP, Siemens und der Allianz auf den Plätzen 45, 73 und 98 vertreten.
Strukturelle Veränderungen in Deutschland zeigen sich, wenn man auf den erweiterten Kreis der Top-Unternehmen schaut: Vor zwei Jahren waren unter den 300 wertvollsten Unternehmen weltweit noch die deutschen Autohersteller Mercedes, BMW und Volkswagen. Mittlerweile liegen sie auf den Rängen 327, 329 und 364. Stark nach oben ging es hingegen für das Rüstungsunternehmen Rheinmetall sowie Siemens Energy.