Die USA haben einen ambitionierten Plan: Ausgemusterte Ölplattformen auf dem äußeren Festlandsockel sollen zu Startplattformen für Raketen umfunktioniert werden. Das Bureau of Ocean Energy (BOEM) hat Unternehmen und Forschungseinrichtungen aufgefordert, innerhalb von 30 Tagen technische und betriebliche Informationen bereitzustellen.
Offshore-Startrampen könnten mehr Flexibilität bieten, die Kapazität erhöhen und Engpässe bei der wachsenden Nachfrage nach Raketenstarts verringern. Zudem würden die kommerziellen und nationalen Sicherheitskapazitäten im Weltraum gestärkt, heißt es von der Behörde.
Der Hintergrund für die Pläne ist bemerkenswert, schreibt heise.de: Im vergangenen Jahr starteten über 180 Raketen aus den USA. Mitte der 2030er Jahre könnten laut dem Branchenverband Commercial Space Federation sogar 7.000 Starts pro Jahr erforderlich sein. Die bestehenden Startkapazitäten sind bereits jetzt stark beansprucht.
Der äußere Festlandsockel erstreckt sich rund 200 Seemeilen - etwa 370 Kilometer - weit vor den Küsten der USA. Er entspricht in etwa der ausschließlichen Wirtschaftszone und bietet damit enormes Potenzial für neue Raumfahrt-Infrastruktur.