Die geplante Exekution des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan auf einem US-Militärstützpunkt sorgt derzeit für internationales Aufsehen. Die US-Regierung hat angekündigt, die Erschießung per Livestream im Internet zu übertragen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit erhalten werde, die Hinrichtung mitzuverfolgen. Die Exekution, die Anfang Dezember stattfinden soll, wurde von Präsident Donald Trump genehmigt.
Wie die APA berichtet, bestätigte ein Pentagon-Beamter die Pläne für die Hinrichtung auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas.
Nidal Hasan, ein ehemaliger Militärpsychiater, hatte 2009 auf dem Stützpunkt das Feuer eröffnet, 13 Menschen getötet und 32 weitere verletzt. 2013 wurde er von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Verteidigungsminister Hegseth betonte im US-Sender Real America's Voice: "Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben."
Sollte die Hinrichtung wie geplant am 3. Dezember vollzogen werden, wäre es laut US-Medien die erste Militärhinrichtung in den USA seit mehr als 60 Jahren.
Die Entscheidung, die Hinrichtung öffentlich zu zeigen, fällt in eine Zeit, in der die Todesstrafe in den USA verstärkt diskutiert wird. Erst vor Kurzem scheiterte in Tennessee ein Hinrichtungsversuch, bei dem die verurteilte Mörderin Christa Pike trotz zweier Dosen eines Giftes überlebte. Historisch gesehen wurden im 19. Jahrhundert öffentliche Erschießungen in den USA als Abschreckung genutzt.
Die letzte durch das Militär vollzogene Hinrichtung per Erschießungskommando fand 1945 statt. Die letzte allgemein öffentliche Exekution gab es 1936 im Bundesstaat Kentucky.