Die Schäden, die durch die Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran in der Region entstanden sind, könnten für das US-Militär jetzt einen eher unkomplizierten Rückzug aus der Gegend ermöglichen.
Wie NTV berichtet, müssten die Amerikaner sonst teure neue Stützpunkte aufbauen, wenn sie ihre Präsenz halten wollen. Das Verteidigungsministerium hat laut dem Bericht schon angedeutet, dass vielleicht nicht alle US-Basen weiter betrieben werden.
Eine offizielle Anweisung vom Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Truppenstärke zu überprüfen, gibt es derzeit aber nicht. Im Moment läuft eine Analyse vom Policy-Büro im Pentagon.
Auch das U.S. Central Command beschäftigt sich mit dem Thema. Die Untersuchung soll laut Angaben einer "umsichtigen Planung" für alle Möglichkeiten dienen.
Im Nahen Osten sind momentan etwa 40.000 US-Soldaten auf fast 20 Stützpunkte verteilt. Die größten davon befinden sich am Persischen Golf, also direkt neben dem Iran. In Bahrain steht zum Beispiel das Hauptquartier der 5. Flotte. In Kuwait gibt es wichtige Stützpunkte für Heer und Luftwaffe.
Seit Ende Februar hat der Iran die US-Stützpunkte immer wieder massiv beschossen. Nach Angaben des Pentagons wurden dabei 14 Soldaten getötet und mehr als 400 verletzt.
Über 200 US-Einrichtungen wurden durch die Drohnen- und Raketenangriffe zerstört oder beschädigt. Um die iranischen Angriffe abzuwehren, setzten die Amerikaner viele teure Flugabwehrraketen ein. Die Vorräte an Munition für die Patriot- und THAAD-Systeme sind dadurch kräftig geschrumpft.