Nach US-Angriffen

Iran zerbombt Öltanker – Besatzungsmitglied stirbt

Nach US-Attacken hat der Iran offenbar zwei Öltanker beschossen. Dabei wurde ein Mensch getötet, acht weitere wurden verletzt.
Newsdesk Heute
14.07.2026, 12:06
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Die US-Armee hat die dritte Nacht in Folge Ziele im Iran bombardiert. Der Einsatz habe rund fünf Stunden gedauert, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Dabei seien "militärische Ziele" in mehreren Hafenstädten im Süden des Iran ins Visier genommen worden.

Demnach sollten die Attacken dazu dienen, die Fähigkeit des Iran, Angriffe auf "unschuldige Zivilisten" und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus durchzuführen, einzuschränken. Scheinbar war dies nicht erfolgreich, denn kurz darauf kam die blutige Antwort des Mullah-Regimes.

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"Verstoß gegen Völkerrecht"

Die Vereinigten Arabischen Emirate warfen dem Iran nämlich vor, zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen zu haben. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, acht weitere wurden verletzt. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi mit.

Das Ministerium verurteilte die Angriffe als einen "schwerwiegenden Verstoß (...) gegen das Völkerrecht, der die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdet". Die beiden Tanker waren den Angaben zufolge von iranischen Marschflugkörpern getroffen worden, als sie auf der südlichen Route in der Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern unterwegs waren.

Weitere Angriffe auf Golfstaat

Zudem soll der Iran erneut Ziele in Bahrain angegriffen haben. Bei den Raketen- und Drohnenattacken seien mehrere Waffenlager, "ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte" auf einem Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib mit.

Die USA hätten ihrerseits zuvor auch militärische Ziele angegriffen. Darunter Verteidigungssysteme an der Küste sowie Drohnen- und Raketenanlagen. In der Nähe der an der Straße von Hormus gelegenen Hafenstadt Bandar Abbas waren laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna mehrere Explosionen zu hören.

Streit um Kontrolle

Im Machtkampf um die strategisch wichtige Straße von Hormus kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass die USA die Kontrolle über die Meerenge übernehmen würden. Die US-Seeblockade soll nach Armeeangaben um 22.00 Uhr wieder aufgenommen werden.

US-Militär werde "die Schiffe des Iran oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Für alle anderen Frachtschiffe würden die USA ab sofort eine Abgabe von "20 Prozent auf alle transportierten Güter" erheben.

Die iranische Militärführung erklärte, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der Meerenge "unter keinen Umständen zulassen". Jede Zusammenarbeit der Golfstaaten mit Washington werde als "Kriegshandlung" betrachtet.

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