Die USA wollen ein umstrittenes Waffensystem an der Grenze zu Mexiko einsetzen. Das sogenannte Active Denial System (ADS) ist eine Energiewaffe, die elektromagnetische Wellen auf Ziele in bis zu 800 Metern Entfernung schießt.
Bei Treffern erzeugt die Strahlung ein starkes Brennen auf der Haut. Laut US-Militär löst das einen "instinktiven und unwiderstehlichen Drang zur Flucht" aus, ist aber nicht tödlich.
Wie die Jerusalem Post unter Berufung auf CNN berichtet, erlaubt Verteidigungsminister Pete Hegseth die Ausleihe eines ADS-Systems an das Heimatschutzministerium für sieben Monate. Die Waffe soll nicht von Pentagon-Personal bedient werden.
Obwohl die Waffe als nicht-tödlich gilt, gibt es große Bedenken. "Selbst wenn sie Menschen zurück zum Fluss jagen – du willst nicht, dass sie hineingehen und ertrinken", sagte ein ehemaliger Grenzschutzbeamter.
Das System wurde bereits 2018 für den Einsatz gegen Migranten erwogen. Damals lehnte Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen ab.
"Das Problem war, Einwanderer und Bürger wie feindliche Kämpfer zu behandeln", erklärte ein ehemaliger Beamter. "Inhumane Behandlungen werden typischerweise abgelehnt."