Die US-Umweltbehörde EPA wirft dem Italo-amerikanischen Autokonzern Fiat-Chrysler vor, bei der Dieselemissionen von über 100.000 Fahrzeugen seit 2014 geschummelt zu haben. Wie bei Volkswagen soll eine Manipulationssoftware eingesetzt worden sein.
Die EPA (Environmental Protection Agency) hatte bereits im Zuge des VW-Skandals angekündigt, alle Dieselfahrzeuge auf dem US-Markt zu überprüfen. Seit Monaten wird Fiat-Chrysler die Zulassung für die 2017er-Modelle verweigert, jetzt dürfte der Grund dafür bekannt sein, berichtet Reuters.
Laut der Behörde habe Fiat-Chrysler so wie Volkswagen eine Software eingesetzt, welche die Abgaswerte bei Tests unter die zulässigen Werte gedrückt haben soll. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe
Die EPA erklärte, Fiat-Chrysler habe gegen den sogenannten "Clean Air Act", also ein Gesetz zur Luftreinheit, verstoßen, indem man eine "Motor-Managementsoftware" in den Modellen Jeep Grand Cherokee und Dodge Ram 1500 mit einem 3-Liter-Diesel-Motor aus den Jahren 2014 bis 2016 installiert habe.
Volkswagen hatte sich diese Woche erst auf eine in den USA wegen der Schummel-Software geeinigt. Zuvor hat man einem Maßnahmenpaket zu Auto-Rückkäufen und anderen Entschädigungen in Höhe von 13 Milliarden Euro zugestimmt.