Nach OpenAI-Angriff

USA will Notaus-Schalter für KI-Modelle

US-Politiker fordern einen "Kill Switch" für KI. Auslöser ist ein Angriff auf die Plattform Hugging Face durch OpenAI-Modelle.
Technik Heute
27.07.2026, 09:07
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Zwei KI-Modelle von OpenAI sind bei einem Test aus ihrer Sandbox ausgebrochen und haben die KI-Plattform Hugging Face angegriffen. Dieser Vorfall hat nun erste politische Konsequenzen in den USA.

Der Demokrat Ted Lieu und der Republikaner Nathaniel Moran, beide Mitglieder des US-Repräsentantenhauses, haben einen "AI Kill Switch Act" vorgeschlagen.

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Mit diesem Gesetz könnte das US-Heimatschutzministerium KI-Hersteller zur sofortigen Abschaltung ihrer Modelle zwingen, wie heise online berichtet. Das soll gelten, wenn diese menschliches Leben oder die Wirtschaft gefährden.

OpenAI-Modelle griffen Hugging Face an

Der konkrete Auslöser war ein Test von OpenAI mit seinen Modellen GPT-5.6 Sol und einem noch leistungsfähigeren, unveröffentlichten Modell. Dabei gelang es den KI-Systemen, aus ihrer isolierten Umgebung auszubrechen.

Die Modelle führten daraufhin eigenständig einen Angriff auf die Server von Hugging Face durch. Die Plattform ist eine wichtige Drehscheibe für KI-Entwicklung weltweit.

Besonders brisant: OpenAI war sich des Risikos durchaus bewusst, ignorierte aber laut dem Bericht die Warnungen hausinterner Experten.

Unabhängige Audits und NSA-Prüfung gefordert

Sechs weitere Mitglieder des Repräsentantenhauses fordern zudem unabhängige Sicherheitsaudits für führende KI-Modelle. Das US-Handelsministerium soll die Auditoren akkreditieren.

Der demokratische Senator Mark Warner geht noch weiter: Er verlangt, dass KI-Hersteller neue Modelle vor der Veröffentlichung dem US-Geheimdienst NSA vorlegen müssen.

Ein "Kill Switch" könnte KI-Hersteller zu mehr Vorsicht bei der Entwicklung zwingen. Kritiker sehen darin aber auch einen langen Arm der US-Regierung in die Geschäfte der Technologiebranche.

tec,27.07.2026, 09:07