Die US-Regierung gibt im Rechtsstreit mit dem KI-Entwickler Anthropic nicht auf. Nachdem eine Richterin die Sanktionen gegen das Unternehmen Ende März blockiert hatte, legte das Justizministerium am Donnerstag Berufung ein.
Der Konflikt begann, weil Anthropic sich weigerte, seine KI-Technologie für die Massenüberwachung von US-Bürgern und für autonome Waffensysteme freizugeben. Daraufhin stufte die Trump-Regierung das Unternehmen als "Lieferkettenrisiko für die nationale Sicherheit" ein.
Laut heise.de begründete Richterin Rita F. Lin ihre einstweilige Verfügung damit, dass die Regierung Anthropic offenbar dafür bestrafen wolle, nicht bedingungslos ihrem Willen zu folgen. Die Richterin gewährte der Regierung jedoch sieben Tage Zeit für eine Berufung.
Microsoft sowie Mitarbeiter von Google und OpenAI stellten sich mit sogenannten Amicus-Schriftsätzen hinter Anthropic. Auch Amazon versicherte seinen Kunden die Fortführung der Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen.
Während Anthropic im Clinch mit Washington liegt, nutzte der Konkurrent OpenAI die Gelegenheit und schloss einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Pentagon ab. Empörte Nutzer wechselten daraufhin in Scharen zu Anthropics Claude-KI.