"Valhalla" führt "Assassin's Creed" zu den Wurzeln

Einmal ein wilder Wikinger sein. Diese Fantasie will das neue Assassinen-Spiel von Ubisoft erfüllen. Obwohl das Setting für die Reihe neu ist, gibt es einige alte Tugenden, die zurückkehren.

Ubisoft entführt in diesem Jahr wieder in das Universum von "Assassin's Creed". Und im Gegensatz zu den letzten Teilen, die etwa im antiken Griechenland ("Odyssey") oder alten Ägypten ("Origins") spielten, geht es diesmal wieder ins Mittelalter. Quasi zurück zu den Wurzeln, denn bereits der erste Teil der Serie war zu dieser Zeit angesiedelt — nur eben in Jerusalem. Diesmal wird es kerniger, denn "Assassin's Creed Valhalla" lässt dich in die Haut eines brutalen Wikingers schlüpfen. Eivar, wie die Hauptfigur heißt, kann als Mann oder Frau gespielt werden. Das hat Ubisoft bereits vor zwei Jahren in "Odyssey" eingeführt und hier beibehalten

Neu ist jetzt aber eine Vielzahl von Individualisierungsmöglichkeiten, darunter Frisuren, Tätowierungen, Kriegsbemalungen und Ausrüstungsgegenstände. Politische Allianzen, Entscheidungen in der Schlacht und Dialog-Optionen sollen die Spielwelt darüber hinaus beeinflussen. "Assassin's Creed" hat sich ja schon länger in Richtung Rollenspiel entwickelt. Das ist die logische Konsequenz.

Auf Invasionskurs

Eivor wird als gefürchteter Wikinger beschrieben, der mit seinem Clan von Nordmännern im neunten Jahrhundert A. D. aus Norwegen vertrieben wird und über das tückische Eismeer nach England reist. So eine Invasion geht natürlich nicht ohne Widerstand über die Bühne. Als Antagonisten dienen die Angelsachsen und König Alfred der Große, der die Nordmänner als Ungläubige denunziert und der alleinige Herrscher über ein zivilisiertes England sein möchte.

Bei allen Neuerungen geht der neue Teil doch sehr zurück zu den Wurzeln der Reihe. Das Kampfsystem wurde zwar überarbeitet und erlaubt nun unter anderem die Verwendung von zwei Waffen gleichzeitig, verlässt sich aber nicht mehr auf Zahlen. Im Vorgänger "Odyssey" drehte sich alles um die Statuswerte der Ausrüstung. Das führte unter anderem dazu, dass man bei Attacken aus dem Hinterhalt den Gegnern ein Messer in den Hals stieß und diese nicht starben. Das wird in "Valhalla" anders sein.

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Das eigene Dorf

Und apropos Attacken aus dem Hinterhalt: Jetzt ist auch wieder die versteckte Assassinen-Klinge mit an Bord. Der Vorgänger spielte ja zu einer Zeit, als es noch gar keinen Assassinen-Orden gab, man musste sich mit dem Speer von Leonidas zufrieden geben. Der war auch cool, hatte aber mit Assassinen recht wenig zu tun.  

Ein weiteres Feature kehrt quasi aus "Assassin's Creed 2 und 3" zurück, nämlich der Siedlungsbau. Was allerdings vor allem im dritten Teil mehr Gimmick als echtes Spielelement war, wird deutlich erweitert. Die Wikingersiedlung wird sowohl für die Spielmechanik als auch die Handlung entscheidend sein, sagen die Entwickler. Noch dazu kann man eine ganze Crew für das Wikinger-Langboot rekrutieren und auf Missionen schicken.

Social Stealth

Schließlich kehrt auch eine Funktion zurück, die vor allem in den Anfangsjahren die Serie definierte: Das Verbergen in der Menschenmenge. Altair konnte sich im ersten Teil in seiner weißen Kutte etwa perfekt unter Mönche schummeln und so Wachmänner umgehen. Wie das als auffälliger Wikinger in England funktionieren wird, verraten die Entwickler noch nicht. 

Das Game erscheint "Ende 2020" erscheint für Xbox One, PlayStation 4 und PC. Außerdem sind Fassungen für die Next-Gen-Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5 bestätigt.

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