Van der Bellen: "Es ist viel von uns verlangt worden"

Vor genau 65 Jahren wurde im Schloss Belvedere der Staatsvertrag unterzeichnet. Am Freitag sprach Bundespräsident Alexander Van der Bellen an der historischen Stätte.

65 Jahre Staatsvertrag! Anlässlich dieses Datums meldete sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen an die Bevölkerung Österreichs. Wie schon in vorangegangenen Reden, kam auch jene am Freitag nicht ohne Erwähnung des Coronavirus aus. 

Doch der Reihe nach. Die ersten Minuten gibt Professor Van der Bellen eine Nachhilfestunde in Geschichte. "Ohne den Staatsvertrag wäre das Österreich von heute, das Österreich, das wir lieben, schlicht und einfach nicht denkbar", sagt das Staatsoberhaupt. Van der Bellen erzählt die Geschichte nach, wie Österreich am 15. Mai 1955 durch die Unterzeichnung des Staatsvertrages die Freiheit und Souveränität wieder erlangte. 

Neustart benötigt "Kraftakt"

"Diese Freheit war die Grundlage einer einzigartigen Erfolgsgeschichte", verweist Van der Bellen auf den Umstand, dass sich Österreich zu einem der sichersten und wohlhabendsten Staaten der Welt entwickelt habe. "Ein wunderschönes Land im Herzen Europas". Im Anschluss daran mahnt Van der Bellen zu einem respektvollen Umgang miteinander. 

Mit Bezug auf die Gegenwart erklärt der Präsident, dass er der Überzeugung ist, dass die Corona-Krise nur im gesamteuropäischen Kontext zu lösen sei. Es sei eine Ironie des Schicksals, dass in der aktuellen Situation der Satz "Österreich ist frei" historische Bedeutung erlangt. Die Corona-Krise habe viel von den Menschen und der Demokratie abverlangt, so Van der Bellen. Das sei geschehen, um die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen. Es brauche aber auch nach der Corona-Krise einen Kraftakt, um das "Land wieder in Gang zu setzen".

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