Van der Bellen-Wähler fürchten Linke als Hofer-Bonus

Nach dem doch für die meisten überraschend klaren Wahlsieg von Norbert Hofer hat die "Offensive gegen Rechts" auf Facebook zu einer Demonstration gegen die FPÖ und ihren Spitzenkandidaten aufgerufen. In den Kommentaren gehen Anhänger beider politischen Extreme aufeinander los.

Nach dem doch für die meisten aufgerufen. Die Wähler von Alexander Van der Bellen befürchten, dass etwaige Zwischenfälle Hofer in die Karten Spielen könnten.

Wie in der Ankündigung für die Demonstration am Donnerstag, dem 19. Mai, zu lesen ist, steht ein "rechtsextremer und deutschnationaler Burschenschafter kurz davor Bundespräsident zu werden." Deswegen werden alle "antifaschistischen Kräfte" aufgerufen um ein "notwendiges antifaschistisches Zeichen" zu setzen.

Die Offensive gegen Rechts spricht sich demnach klar für eine Unterstützung von aus. Gerne tut man das allerdings offenbar nicht: Denn "für die Linke gab es da gar nichts zu wählen, es gab schlichtweg keinen linken Kandidaten", teilt die Initiative auf Facebook mit. Nur besser als der "Chemtrail-Fascho" (Anm. der Red: Norbert Hofer) sei er allemal. 

Die Wortwahl der Ankündigung der Veranstaltung am Heldenplatz passt den Wählern von Van der Bellen indes gar nicht. Im Netz wird bemängelt, dass es deutlich besser wäre, sich aktiv für Van der Bellen auszusprechen, als schon im Vorfeld mit "Demonstration gegen Norbert Hofer" zu werben.

"Dann könnt ihr euch gratulieren"

Im schlimmsten Fall könnte die Demo sogar nach hinten los gehen: "Wenn auf der Demo nur eine Scheibe eingeschlagen wird, könnt ihr euch gratulieren, dann habt ihr Hofer geholfen", schreibt ein User. Die "Offensive gegen Rechts" gehe aber ohnehin nicht von "gröberen Zwischenfällen" aus, lautete die Antwort von offizieller Seite.
 

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