In der zweiten Runde der Fußball-Bundesliga gab es beim Spiel von Rapid Wien gegen Austria Klagenfurt VAR-Ärger. Thorsten Mahrer bekam nach einem "On-Field-Check" die Rote Karte, Guido Burgstaller kam in der Nachspielzeit um einen Platzverweis herum.
Nun wurde der VAR-Rückblick des vergangenen Spieltags veröffentlicht. Der zeigt: Mahrer wurde korrekterweise mit glatt Rot vom Platz gestellt. Jedoch hätte Rapids Stürmer Burgstaller wegen "gewalttätigen Verhaltens" ebenfalls des Feldes verwiesen werden müssen.
Die erste strittige Entscheidung ereignete sich in der 47. Spielminute. Rapids Furkan Dursun dribbelte 25 Meter vorm Klagenfurter Tor auf Mahrer zu, spitzelte den Ball kurz vor der Strafraumgrenze den Ball am Verteidiger vorbei und wurde dann zu Fall gebracht. Beim Zweikampf im vollen Tempo gingen beide Spieler zu Boden.
Zuerst zückte Schiedsrichter Arnes Talic noch Gelb. Nach dem Eingreifen des VAR entschied Talic jedoch auf glatt Rot. Ganz zum Entsetzen des Verteidigers. "Wenn man für so ein Foul eine Rote Karte bekommt, stehen 22 Spieler am Platz, die sagen: 'Das ist absolut lächerlich."
Laut VAR-Rückblick jedoch die richtige Entscheidung. "Der Schiedsrichter verweist den Verteidiger korrekterweise aufgrund der Vereitlung einer offensichtlichen Torchance mit der Roten Karte des Feldes, nachdem der VAR einen 'On-Field-Review' empfohlen hat".
Bei der Ausführung eines Rapid-Eckballs in der Nachspielzeit packte Rapids Burgstaller seinen Gegenspieler Tobias Koch am Hals und stieß ihn zu Boden. Abermals griff der VAR ein und bat Schiedsrichter Talic an den Monitor, nachdem er die Situation mit Gelb geahndet hatte. Auch nach Überprüfung der Bilder blieb der Spielleiter bei seiner Entscheidung. Laut dem veröffentlichte VAR-Rückblick hätte Burgstaller ebenfalls eine Rote Karte erhalten sollen.
"Als der Ball aus dem Spiel war, greift der Rapid-Spieler #9 dem Klagenfurter #6 an den Hals und stößt ihn kräftig um. Der VAR empfiehlt dem Schiedsrichter richtigerweise einen 'On-Field-Review'. Der Schiedsrichter müsste den Rapid-Spieler #9 wegen gewalttätigen Verhaltens mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen."
Auch im Spiel der Wiener Austria gegen Wolfsberg musste der VAR eingreifen. Nicolas Wimmer spielte als letzter Mann den Ball mit der Hand und verhinderte so eine offensichtliche Torchance. Nach Ansicht des VAR und Schiedsrichter Stefan Ebner hätte kein Verteidiger mehr eingreifen können. Deshalb verwies er nach Besichtigung der Bilder den Verteidiger folgerichtig des Feldes.
"Der Schiedsrichter verweist den Verteidiger zurecht mit der Roten Karte des Feldes, nachdem der VAR einen 'On-Field-Review' empfohlen hat", heißt es im VAR-Rückblick.