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VAR-Chef: "Schiedsrichter muss denken wie ein Taxler"

VAR-Chef Konrad Plautz lässt im ORF mit einer gewagten Theorie aufhorchen. "Der Schiedsrichter muss denken wie ein Taxler." 
Martin Huber
24.04.2023, 14:11
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Die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter-Teams im heimischen Fußball sorgten in den letzten Wochen für heftige Diskussionen. Falsche VAR-Entscheidungen führten zu scharfer Kritik von Spielern, Trainern und auch von den TV-Experten.

VAR-Chef Konrad Plautz nahm im ORF-Interview bei "Sport am Sonntag" zur Kritik Stellung und meinte: "Der VAR ist nicht da, den Schiedsrichter zu schützen beziehungsweise seine Entscheidung, sondern um das Spiel gerechter zu machen beziehungsweise die betroffene Mannschaft, die gerade im Nachteil ist."

Plautz versuchte, die Entscheidungsfindung klarer zu machen und ließ dabei mit einer kuriosen Aussage aufhorchen: "Oft sucht der VAR nur das Bild, das die Entscheidung des Schiedsrichters bestätigten kann. Er muss denken, nicht als Schiedsrichter, sondern als Zuschauer, als Konsument und denken: Ich muss die Entscheidung jetzt so treffen: Was denkt der Taxler? Was denkt der Taxler, wenn er die Szene sieht? Und nicht, wie denkt der Schiedsrichter regeltechnisch?"

Die Einführung des VAR hält Plautz für richtig. "Wenn es ein Fluch wäre, hätten sie es schon längst eingestellt, weil es kostet ja Millionen."

Insgesamt sieht Plautz den VAR in Österreich auf einem guten Weg: "Wir sind drauf und dran, das durch Schulungen immer wieder zu verbessern." Der VAR-Boss appelliert aber daran, zu bedenken, dass dort, wo Menschen arbeiten, auch Fehler passieren.

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