Die Aufregung war groß, jetzt gibt es Gewissheit. Rapid ist in Altach ein klarer Elfmeter verwehrt worden. Das bestätigt die Bundesliga im offiziellen VAR-Rückblick.
Was war passiert? In Minute 15 wurde Nikolaus Wurmbrand bei einem Eckball auf der Torlinie von Altach-Goalie Dejan Stojanovic zu Boden gerissen. Schiedsrichter Christian Petru Ciochirca wertete die Szene als Foul des Rapid-Angreifers. VAR Alan Kijas meldete sich und schickte den Referee zum Bildschirm.
Doch trotz Onfield-Review blieb Ciochirca bei seiner ursprünglichen Entscheidung - kein Strafstoß für die Hütteldorfer. Eine Entscheidung, die für viel Wirbel sorgte.
Nun stellt die Liga klar: "Da der Angreifer mit seiner Positionierung keinen Einfluss auf das Spielen des Balles seitens des Torhüters hat, sollte der Schiedsrichter nach dem VAR empfohlenen Onfield-Review den Torhüter mit einer Gelben Karte verwarnen und auf Strafstoß entscheiden." Heißt im Klartext: Es hätte Elfmeter für Rapid geben müssen - plus Gelb für Stojanovic.
Rapid-Sportdirektor Markus Katzer fand nach dem Auswärtsspiel deutliche Worte: "Er hat ein Foul von Niki (Wurmbrand, Anm. d. Red) gesehen. Und das ist dann der Wahnsinn. Dann brauchen wir den VAR gar nicht und spielen lieber wie früher mit den üblichen Fehlern", echauffierte sich Katzer.
Zudem ortet der Sportchef der Grün-Weißen in dieser Saison ein Muster. Rapid sei in der laufenden Spielzeit immer wieder vom VAR benachteiligt worden. Besonders in beiden bisherigen Saisonduellen mit dem GAK monierte Katzer klare Fehlentscheidungen.
Auch zwei Szenen aus dem 2:2 zwischen Austria und LASK wurden analysiert. Beim 1:0 der Linzer blieb Schiedsrichter Arnes Talic trotz VAR-Check bei seiner Entscheidung - zurecht, wie die Liga betont. Und auch der Handelfmeter für die Austria zum 2:2 nach Onfield-Review war korrekt.