David De Jesus Contreras aus Miami im US-Staat Florida sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der 52-Jährige wird beschuldigt, seinen 21 Jahre alten Sohn Eric Anfang November letzten Jahres erschossen zu haben. Nun haben US-Medien Zugang zur Überwachungskamera im Haus der Contreras erhalten. Auf den Aufnahmen ist der Moment zu sehen und zu hören, in dem der Vater nach der Tat begreift, dass er seinen eigenen Sohn umgebracht hat.
Während eines Gerichtsverfahrens am Donnerstag, bei dem es um Contreras' mögliche Freilassung gegen Kaution ging, wurde auch der Notruf des Vaters veröffentlicht. Contreras rief die Polizei selbst: "Was habe ich getan? Ich habe mit meinem Sohn gestritten. Ich habe die Fassung verloren, er wollte nicht aufhören", war in der Aufnahme zu hören. Als der Vater die Audiodatei im Gerichtssaal hörte, brach er in Tränen aus.
In den Aufnahmen der Überwachungskamera vor der Eingangstür sieht man den Vater aus dem Haus kommen. Seine Frau fragt: "Ist er am Leben? Atmet er?" Ihr Mann antwortet: "Nein, er atmet nicht. Er ist tot." Dann erzählt Contreras, dass der Streit um Erics Geburtstagsparty "unerträglich" geworden sei. "Es ist nicht deine Schuld. Bitte ruf meinen Bruder an."
Eric Contreras wurde von seinen Freunden als lustiger und liebevoller Student beschrieben, der oft Streit mit seinen Eltern hatte. Freunde erzählten dem Sender NBC 6, dass die gesamte Familie zunächst nach Disneyland in Orlando gefahren sei, aber dass Eric und sein Vater aufgrund Erics Verhaltens nach Hause zurückgekehrt waren. Der Streit sei im Auto eskaliert.
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Laut einem Polizeibericht schoss David Contreras mehrmals "aus unbekannten Gründen" auf seinen Sohn, alarmierte dann die Polizei und gestand die Tat. In weiteren Aufnahmen aus den Bodycams der Beamten ist zu sehen, dass der 52-Jährige sich ohne Widerstand festnehmen lässt.
Der Vater hatte nach Angaben von Zeugen ein gewalttätiges und unberechenbares Verhalten gezeigt. So soll er seinem Sohn schon früher gedroht haben, ihn zu erschießen. Nach Angaben der Polizei schoss der Vater im Mai 2023 an die Decke und in den Tagen vor Erics Tod hatte Contreras eine Waffe auf ihn gerichtet.
Der Vater plädierte vor Gericht auf nicht schuldig. Er behauptet, sein Sohn habe an einer psychischen Erkrankung gelitten. Der Richter entschied jedoch, dass er bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 11. März weiterhin ohne Kaution festgehalten wird.