"Um 8.30 Uhr rammte der Luxusliner das Boot"

Am Sonntag rammte die "MSC Opera" eine Anlegestelle in Venedig, krachte in ein Touristenboot. Eine Salzburgerin wurde Augenzeugin.

Es hätte in einer Tragödie enden können: "Um 8.30 Uhr haben wir ein Krachen gehört, es war keine arge Erschütterung." Danach seien einige Passagiere ganz aufgeregt ins Schiffsinnere gelaufen. "Es gab eine kurze Paniksituation, aber die Besatzung hat die Leute gleich beruhigt", erzählt eine Salzburgerin, die sich beim Unfall an Bord der "MSC Opera" befunden hatte, gegenüber den "Salzburger Nachrichten".

Schiff durfte erst nach Stunden im Hafen anlegen

Eigentlich hätte die Salzburgerin das Schiff am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr nach einwöchiger Kreuzfahrt verlassen sollen, doch es habe immer wieder Durchsagen über Lautsprecher gegeben, der Ausstieg habe sich schließlich um sechs Stunden verzögert. "Vom obersten Deck hat man das Unfallgeschehen beobachten können. Es gab viele kleine Boote mit Blaulicht um unser Schiff herum. Das Schiff durfte erst nach Stunden im Hafen anlegen", so die Eugendorferin.

Das Touristenboot wurde schwer beschädigt.

Auch die "MSC Opera" bekam Schrammen ab.

Bei dem Unglück sind Passagiere des kleineren Touristenbootes in Panik über Bord gesprungen, mindestens 5 Personen wurden dabei verletzt. Das ganze Drama ist auch auf einem Video zu sehen, darin fährt der Riesenkreuzer (294 Meter lang, 28 Meter breit, 2.100 Passagiere haben Platz) mit Sirenengeheul Richtung Anlegestelle, Menschen rennen vor dem Dampfer in Panik davon.

(isa)

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