Die Gondeln sind nicht aus der Lagunenstadt Venedig wegzudenken. Doch auch die 433 Gondolieri müssen mit der Zeit gehen. Seit Anfang Dezember ist es Vorschrift, die Boote mit Nummerntafeln auszustatten. Noch nicht alle Fahrer haben sich bereits die Plakette besorgt, ihnen drohen hohe Strafen.
Schwarze Nummerntafel mit weißen Nummern sollen die Identifizierung und Kontrolle der Gondeln erleichtern. Noch nicht alle Gondolieri beugen sich bereits der Regel. Sie riskieren damit hohe Strafen für den Fall, dass sie erwischt werden. "Wir bemühen uns um Legalität", versprach der Präsident des Gondolieri-Verbands Aldo Reato.
Grund für die strengere Handhabung des Gondelverkehrs sind Unfälle in der Vergangenheit. Kein Wunder, verkehren doch alleine am malerischen Canal Grande täglich bis zu 4.000 Vaporetti, Wassertaxis, Gondeln und andere Boote. Bei einem Zwischenfall war es oft schwierig, an den Lizenzinhaber heranzukommen.
Tod eines Touristen war Stein des Anstoßes
Ein Todesfall im August 2013 brachte das Fass zum Überlaufen. Im August 2013 war ein deutscher Familienvater vor den Augen seiner Familie ums Leben gekommen, als seine Gondel in der Nähe der Rialto-Brücke mit einem größeren Wassertaxi zusammenstieß.
Die neue Kennzeichnung ist Teil der in Kraft getretenen Verkehrsregeln, deren Umsetzung stufenweise erfolgt. Neben den Nummerntafeln sollen Gondeln künftig mit Reflektoren ausgestattet sein. Immerhin haben Gondolieri durch Proteste erreicht, von der Pflicht zur Nutzung eines GPS-Geräts ausgenommen zu sein. Sie hatten argumentiert, dafür bestehe keine Notwendigkeit aufgrund des geringen Fahrtempos.