Als ihn die US-Behörden am vergangenen Wochenende festnahmen, trug Maduro einen grauen Trainingsanzug von Nike. Dieser ist seither – wohl dank der unfreiwilligen Werbung – blitzschnell zum Verkaufsschlager geworden.
Nicht das erste Mal, dass der venezolanische Machthaber mit einem Trainingsanzug für Aufsehen sorgt. Im März 2020 trug er einen blau-roten Trainingsanzug vom FC Barcelona – ein Bild, das um die Welt ging. Nicht nur das: Der 63-Jährige ist leidenschaftlicher Fan der Katalanen und weinte, als Lionel Messi den Verein verlassen musste.
Als Lionel Messi im August 2021 wegen finanzieller Probleme den Verein verlassen musste, hat Maduro den Abschied sehr persönlich genommen. "Was sie Messi angetan haben, war hässlich", sagte Maduro damals im Fernsehen. "Ich habe mit ihm geweint. Als ich ihn weinen sah, habe ich geweint, weil er ein guter, authentischer Bub ist, ein großer Sportler und Ruhmesheld der Welt", so der Mann aus Caracas.
Nach Messis Abgang hat er auch scharfe Kritik an der Barça-Führung rund um Präsident Joan Laporta geübt: "Sie haben ihn benutzt, um so viel Geld wie möglich zu verdienen ... und dann haben sie Messi einen Tritt gegeben", sagte Maduro damals.
Erstmals bekundete er öffentlich seine Barcelona-Sympathien während der Corona-Pandemie: Damals zeigte Maduro (im Barca-Trainingsanzug) scherzhaft auf das Vereinswappen auf seiner Brust und behauptete, er sei von Barça als "refuerzo" (Verstärkung) für die Mannschaft "unter Vertrag genommen" worden. "Visca el Barça! Catalan!", rief er – ein eigenartiger Moment der Leichtigkeit von einem Staatschef, dessen Land zu Beginn der Corona-Pandemie in einer schweren Krise gesteckt ist.