Verängstigter Hund verhinderte fast Rettung am Berg

Der Hund konnte nur mit einem Beißkorb gerettet werden.
Der Hund konnte nur mit einem Beißkorb gerettet werden.Bergrettung Hallstatt
Diese Rettung war herausfordernd! Zwei Tschechen hatten sich in Hallstatt in den Bergen verlaufen, holten Hilfe. Ihr Hund hatte aber etwas dagegen.

Zusammen mit ihrem Hund wollte ein tschechisches Pärchen (35, 37) das Wochenende in den Bergen in Hallstatt (Bez. Gmunden) verbringen. Gegen 12 Uhr starteten sie am Samstag ihre Tour bei den Kesselgründen zwischen Hallstatt und Obertraun. Dort parkten sie ihr Auto und stiegen danach zur Hirschaualm auf. Laut Polizei war dann geplant, nach Hallstatt zum sogenannten "Goassabankerl" zu wandern und in der Folge wieder zurück zum Auto zu gehen.

Eigentlich sollte die Strecke in rund zweieinhalb Stunden zu bewältigen sein. So weit kam es dann aber nicht. Denn die Wanderer waren am späten Nachmittag deutlich vom Weg abgekommen, kamen in immer steileres und unwegsames Gelände im Bereich der "Hirlatz". 

30-Kilo-Rucksack verloren

Gegen 18 Uhr verlor der 37-Jährige dann auch noch seinen rund 30 Kilogramm schweren Rucksack. Das war dem Pärchen dann einfach zu viel. Völlig entnervt alarmierte die Lebensgefährtin des 37-Jährigen dann die Rettungskräfte. "Ihren Angaben zu Folge dachten wir zunächst an eine rasche, einfache Rettung. Sie gaben an die Straße zu sehen und sich auf rund 600 Meter Höhe zu befinden", so Dieter Eder, Ortstellenleiter der Bergrettung Hallstatt zu "Heute"

Es sollte dann aber doch eine etwas aufwendigere Rettungsaktion werden. Denn erstens waren die Hilfesuchenden doch rund 200 Meter weiter oben als sie angaben und konnten erst durch laute Zurufe entdeckt werden. 

Hund schnappte nach Retter

Zudem hatte auch der Hund des Pärchens, Wolfshund "Fenrir", keine Freude mit den Rettern. Er reagierte äußerst aggressiv, schnappte sogar nach einem Bergretter. "Er wollte die beide beschützen, sah uns als Bedrohung an", erinnert sich Eder. 

An eine schnelle Rettung war somit nicht zu denken. Ein Hubschrauber musste angefordert werden, um einen notwendigen Beißkorb zu bekommen. "In jedem Helikopter befinden sich drei Beißkörbe", so Eder.   

Drei Versuche waren nötig

Doch auch das wäre beinahe schief gegangen. Denn als der Hund den Helikopter bemerkte, drehte er erst richtig durch. Aus lauter Angst sprang er wild herum. Zwei Beißkörbe stürzten in die Tiefe, erst beim dritten Versuch klappte es. Mit Hilfe eines Hundetragetuchs, genauer gesagt eines Berge-Dreiecks, konnte "Fenrir" dann an einem 30 Meter langen Tau befestigt werden. Gemeinsam mit einem Flugretter ging es dann per Hubschrauber-Flug ins Tal. Auch Herrchen und Frauchen wurden mit dem Helikopter gerettet.

Eder und ein Kollege fanden anschließend auch noch den Rucksack des Wanderers. Nach rund zwei Stunden lagen sich alle unverletzt im Tal wieder glücklich in den Armen. Auch der Hund hatte sich nach der Aufregung wieder beruhigt.

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