Ein Zeuge alarmierte in der Nacht auf Freitag die Wiener Polizei, nachdem er beobachtet hatte, wie drei Männer versucht hätten, einen Jugendlichen in ein Fahrzeug zu zerren. Der Teenager konnte jedoch flüchten.
Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung wurden Polizeibeamte im Bereich der Ketzergasse in Wien-Liesing auf das beschriebene Fahrzeug aufmerksam. Die Polizisten hielten den Pkw an und führten eine Lenker- sowie Fahrzeugkontrolle durch.
Bereits bei der Befragung des 27-jährigen Lenkers bemerkten die Beamten deutlichen Suchtgiftgeruch aus dem Fahrzeuginneren. Daraufhin wurde der Mann aufgefordert, den Kofferraum zu öffnen.
Dort entdeckten die Beamten einen vakuumierten Plastiksack mit einer größeren Menge Cannabiskraut. Laut der Landespolizeidirektion Wien hatte der Sack etwa die Größe von zwei Schuhkartons.
Während der weiteren Amtshandlung bemerkten die Polizisten unter dem neben dem angehaltenen Pkw abgestellten Funkwagen einen weißen Block sowie einen Plastiksack, die offensichtlich weggeworfen worden waren. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich dabei um Kokain handelte.
Zusätzlich fanden und sicherten die Beamten im Fahrzeug einen Rucksack mit einem weiteren Plastiksack sowie einem Block mit Kokain. Außerdem wurden Bargeldbestände in Höhe von rund 1.400 Euro sichergestellt.
Die vier Männer im Alter von 25, 27, 27 und 30 Jahren – Staatsangehörigkeit Syrien beziehungsweise ungeklärt – wurden vorläufig festgenommen.
Die von einem Zeugen geschilderten Wahrnehmungen, wonach zuvor versucht worden sein soll, einen Jugendlichen in das Fahrzeug zu zerren, wurden von den Festgenommenen bestritten. Die Ermittlungen dazu laufen noch.