Am Montagmorgen (24. August) sorgten wiederkehrende Radarsignale im Luftraum der Republik Moldau für Aufregung bei der rumänischen Luftwaffe.
Laut dem Verteidigungsministerium wurden die Signale gegen 6 Uhr zuerst in der Region Cahul im Süden Moldaus und später bei Galați im Osten Rumäniens registriert. Beide Orte liegen im Grenzgebiet beider Staaten.
Als Reaktion stiegen zwei F-16-Kampfjets und ein IAR-330-Militärhubschrauber vom Stützpunkt Borcea auf, um die Lage zu überwachen. Das Nationale Militärkommando ordnete zudem an, die Bevölkerung über das Krisenzentrum zu warnen, was um 6.12 Uhr erfolgte.
Wie t-online berichtet, teilte das rumänische Verteidigungsministerium später mit, dass es sich bei den Signalen um eine Drohne gehandelt habe. Die genaue Herkunft blieb zunächst unbekannt.
Der Luftalarm wurde um 8.52 Uhr aufgehoben, und die Jets kehrten auf ihre Basis zurück. Die Hubschrauberbesatzung fand bislang keine Hinweise auf einen Absturz oder Trümmerteile auf rumänischem Gebiet.
In den letzten Jahren kam es sowohl in Moldau als auch in Rumänien wiederholt zu Alarmen wegen Drohneneinsätzen im jeweiligen Luftraum. Teilweise gab es bereits Einschläge – oft handelt es sich dabei um Irrläufer, die im Zuge des russisch-ukrainischen Kriegs eingesetzt werden.
Am selben Morgen griff Russland die Region Odessa am Schwarzen Meer mit Drohnen und Raketen an.
Dabei wurden laut Behördenangaben Lebensmittellager, Energieanlagen und Wohnhäuser getroffen. Bereits am Freitag wurde zudem eine Seedrohne mit Sprengstoff vor der rumänischen Schwarzmeerküste von einem F-16-Kampfjet abgeschossen.