Niederösterreich

Verdächtiger nach mysteriösem Großbrand freigesprochen

In Wolfsgraben kam es im November zu einem Großbrand mit einem Schwerverletzten. Die Brandursache dürfte wohl nicht mehr geklärt werden.
10.02.2022, 13:48

Was genau passierte am 29. November 2020 in Wolfsgraben? Eine Frage, die vermutlich nie mehr geklärt wird. Wie berichtet wurde ein 30-Jähriger bei einem Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen schwer verletzt, es folgte ein Großeinsatz, bei dem rund 130 Florianis von sieben verschiedenen Feuerwehren den verheerenden Brand gemeinsam löschen konnten. 

Alkoholisierter Brandstifter?

Die Ermittler der Polizei forschten dann einen 29-Jährigen, der zuvor mit dem Schwerverletzten im betroffenen Gebäude gefeiert haben soll, als Verdächtigen aus. Er soll laut Polizei schwer alkoholisiert (2 Promille) "da der Ofen nicht ordentlich gebrannt habe, Benzin in diesen geschüttet haben. Es sei in weiterer Folge zu einer Stichflamme gekommen, wobei der 30-Jährige verletzt worden sei." 

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Wie der "Kurier" berichtet, ging der Fall nun mit Verspätung vor Gericht. Der angeklagte 29-Jährige beteuerte, dass er definitiv kein Benzin in den Ofen geschüttet habe. Seine Anwältin Muna Duzdar argumentierte schlüssig, dass er sich dann ja auch selbst dabei hätte verletzen müssen. Was aber nicht der Fall war. 

Beim Prozess am Landesgericht St. Pölten kamen drei Gutachter zu keinem eindeutigen Ergebnis. Dem Richter blieb also wenig übrig als den Angeklagten im Zweifel freizusprechen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, man muss aber davon ausgehen, dass der Brand für immer ungeklärt bleibt. 

Anwältin Duzdar abschließend: "Für mich ist das eine Frage der Gerechtigkeit. Mein Mandant ist unschuldig in die Sache hineingezogen worden."