Zum dritten Mal in Folge verweigerte die Bundesliga der Austria die Lizenz in erster Instanz. Bis Freitag müssen "mehr als zwei Millionen Euro" aufgetrieben werden, wie Sportvorstand und Investor Jürgen Werner vor dem Wiener Derby am Sonntag bei "Sky" bestätigt, sonst sieht es für die hochverschuldeten "Veilchen" düster aus.
Andreas Gruber, Derby-Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1, kennt diese Situation bereits. Der Austria-Flügel erlebte vor drei Jahren als Profi des SV Mattersburg den Lizenzentzug und Untergang eines Vereins hautnah mit.
Nach dem Tor-Spektakel gegen Rivale Rapid sagt Gruber über die finanzielle Situation seines Arbeitgebers: "Ich glaube, dass ich für alle Spieler reden kann. Du bekommst es natürlich mit, aber im Endeffekt war es uns recht wurscht, weil wir gesagt haben, dass wir unseren Weg weitergehen. Es gibt immer wieder Störfaktoren in einem Verein und das war jetzt halt einer." Kein Thema für die Spieler also, keine Ausrede auf dem Platz, so der Angreifer.
Gruber weiter: "Ich habe es auch schon einmal erlebt, dass der Verein tot ist, wie in Mattersburg. Da war dann einfach gar nichts mehr und keiner hatte einen Verein. Sowas passiert." Austria-Fans dürfte bei diesen Worten wohl Angst und Bange werden. Den Burgenländern wurde 2020 im Zuge des Commerzialbank-Skandals rund um Präsident Martin Pucher die Lizenz entzogen. Die Spieler standen vor dem Nichts, mussten sich neue Klubs suchen. Gruber dockte beim LASK an, wechselte vergangenen Sommer zu den "Veilchen" nach Wien.
Mit einem Nachsatz versucht der Profi zu kalmieren: "Ich bin mir aber sicher, dass das bei diesem Verein nicht passieren wird."