Vergewaltigungsverdacht – Polizeischüler enthaftet!

Die Justizanstalt Wien-Josefstadt.
Die Justizanstalt Wien-Josefstadt.Bild: Helmut Graf
Knalleffekt nur zwei Tage nach der Festnahme eines Wiener Polizeischülers: Der 26-Jährige wurde Sonntagnachmittag völlig überraschend enthaftet. Einzige Auflage seitens der Justiz: Er hat ein Kontaktverbot zum mutmaßlichen Opfer.
Wie "Heute" aus der Justizanstalt Wien-Josefstadt erfuhr, spazierte jener 26-jährige Polizeischüler, der am Freitag unter Vergewaltigungsverdacht festgenommen worden war, Sonntagnachmittag wieder in die Freiheit.

Der junge Mann, für den in seiner Wohnung in Währing die Handschellen geklickt hatten, stellte umgehend einen Enthaftungsantrag. Diesem ist vom zuständigen Staatsanwalt am Sonntag offenbar stattgegeben worden. "Heute"-Infos zufolge wurde ihm einzig die Weisung erteilt, sich vom mutmaßlichen Opfer fernzuhalten.

Keine belastenden Zeugenaussagen

Wie die Landespolizeidirektion Wien am Freitag mitteilte, erstattete eine 22-jährige Mitschülerin in Niederösterreich Anzeige, da ihr Mitschüler sie in der Marrokanerkaserne vergewaltigt hätte. Der Verdächtige schwieg vor den Ermittlern bisher eisern. Ein möglicher Grund für den überraschenden Entscheid der Justiz könnten die bisher durchgeführten Zeugenbefragungen sein. Zwei Polizei-Chefinspektoren sowie ein Mitschüler sagten nichts Belastendes über den 26-Jährigen aus. Nach einer Lokaltour im Wiener Bermuda-Dreieck und einem Partyabend in einer Innenstadt-Disco soll es zu dem Übergriff gekommen sein. Zeugen für die Tat gibt es nicht, für den Polizeischüler gilt die Unschuldsvermutung.

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