Neben Müllraum

Massive Gewalt – Welpe Atsu schwer verletzt entdeckt

Der vier Monate alte Welpe Atsu wurde schwer verletzt in Liesing gefunden. Er wurde neben einem Müllraum einfach ausgesetzt.
Wien Heute
06.03.2026, 19:49
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Immer wieder landen im TierQuarTier schwer verletzte (Fund-)Tiere – vor allem in den vergangenen Monaten haben mehrere solcher Fälle für große Betroffenheit gesorgt. Nun gibt es einen neuen Fall: Der vier Monate alte Atsu wurde ganz allein und schwer verletzt neben einem Müllraum im 23. Bezirk entdeckt.

Atsu wurde allein und schwer verletzt neben einem Müllraum gefunden.
TierQuarTier

Eine aufmerksame Finderin zögerte nicht lange und brachte den Welpen sofort in eine Tierklinik. Dort zeigte sich, wie schlimm es um den kleinen Hund steht: Atsu hatte einen gebrochenen Unterschenkel, verursacht durch massive Gewalt, wie es in einer Aussendung des TierQuarTiers heißt. Ob er angefahren wurde oder ihm absichtlich etwas angetan wurde, steht nicht fest.

Bein nach OP ruhiggestellt

"Solche Fälle gehen uns immer sehr nahe.", sagt Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTiers. "Gerade bei einem so jungen Welpen ist es aber besonders tragisch, weil er sich mitten in einer wichtigen Prägephase befindet. In diesem Alter sollten Hunde eigentlich Sicherheit, Vertrauen und positive Erfahrungen sammeln und nicht solche Verletzungen erleiden."

Atsu wurde nach der Diagnose sofort operiert. Der Bruch wurde chirurgisch versorgt und stabilisiert. Die Operation ist gut verlaufen, auch die erste Nachkontrolle macht Hoffnung. Jetzt muss sich der Welpe noch eine Zeit lang schonen. Sein Bein ist ruhiggestellt, er bekommt Schmerzmittel und Antibiotika, und der Verband wird regelmäßig kontrolliert.

Atsu ist gechippt, aber nicht registriert

Bei der Untersuchung wurde allerdings festgestellt, dass Atsu zwar einen Mikrochip trägt, dieser aber nicht registriert ist. Damit konnte kein Besitzer ausfindig gemacht werden und bisher hat sich auch niemand nach dem kleinen Hund erkundigt.

In Österreich müssen Hunde nicht nur gechippt, sondern auch in der Heimtierdatenbank registriert werden. Der Chip ist nur wenige Millimeter groß und wird – ähnlich wie bei einer Impfung – unter die Haut gesetzt. Er trägt einen individuellen Zahlencode. Erst mit der Registrierung wird dieser Code mit den Daten des Tieres und des Besitzers verknüpft.

Besitzer wird gesucht

Im TierQuarTier wird Atsu nun medizinisch betreut und liebevoll umsorgt. Sobald er wieder ganz gesund ist, soll für ihn ein schönes Zuhause gefunden werden. Das Veterinäramt der Stadt Wien bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat Atsu wiedererkannt oder weiß, woher er stammt? Hinweise bitte an das Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter 01/4000-8060.

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