Vermisstes Ex-Paar: Polizei folgte Tipp von Hellseher

Die Stadt Salzburg, links im Hintergrund der 1.972 Meter hohe Untersberg.
Die Stadt Salzburg, links im Hintergrund der 1.972 Meter hohe Untersberg.Franz Pritz / picturedesk.com
Nach wie vor fehlt von dem Ex-Ehepaar jede Spur. Die Polizei geht deswegen jedem Hinweis nach – auch von Hellsehern.

Seit Montag ist ein geschiedenes Ehepaar aus Salzburg wie vom Erdboden verschluckt. Doch gibt es eine brisante Vorgeschichte und beunruhigende Details, die auf eine Gewalttat hinweisen könnten. Die beiden Bosnier im Alter von 44 und 47 Jahren sollen sich gerade im Streit um den Verkauf der ehemaligen Wohnung befunden haben.

Am 23. August trafen sie sich deswegen in Salzburg. Dort war es auch, wo sich die Handys der beiden zuletzt ins Mobilfunk netz einwählten. Zwischen Fürstenbrunn und Großgmain, am Fuße des Untersbergs, verläuft sich die Spur. Zumindest bis ins 90 Kilometer entfernte Riedingtal im Lungau.

Spirituelle Signale

Dort wurde auf einem Abstellplatz das Auto des 47-Jährigen gefunden. Das integrierte Notfall-System des Herstellers konnte es auf den Meter genau orten. Darin stießen die Ermittler auf eine kleinere Blutspur. Ob das Ex-Ehepaar nun am Untersberg oder im Lungau verschwand, konnte noch nicht geklärt werden.

An beiden Orten kam es deswegen zu großangelegten Suchaktionen, wobei jene bei Salzburg mittlerweile weitestgehend eingestellt wurde. Davor ging man auch noch einem ungewöhnlichen Hinweis nach. Der sagenumwobene Untersberg, in dessen Höhlen sich Portale durch die Zeit befinden sollen und der als Hitlers Lieblingsberg galt, hat offenbar spirituelle Signale an ausgewählte Erleuchtete ausgesendet.

Koordinaten

Laut "ORF Salzburg" meldete sich bei der Polizei ein Hellseher aus Norddeutschland. Medienberichten zufolge soll er schon im Frühjahr 2021 den Fundort einer bereits länger vermissten Frau vorausgesagt haben. Nach einer neuerlichen übersinnlichen Eingebung übermittelte er den Salzburger Beamten die mutmaßlichen Koordinaten der Vermissten.

Jener Ort befand sich tatsächlich in unmittelbar  er Nähe zum bisherigen Suchgebiet, doch die Aktion brachte keinen Erfolg. Am Wochenende geht die Suche im Lungau weiter, am Untersberg nur, wenn es nähere Hinweise gibt. Die Analyse der Blutspuren steht unterdessen noch aus.

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