"Versautes Management" – Kickl fordert schwedischen Weg

Herbert Kickl
Herbert KicklFlorian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Die FPÖ kritisiert die Maßnahmen der Regierung erneut scharf. Klubobmann Herbert Kickl möchte lieber den schwedischen Weg als Vorbild nehmen.

Am Montag wurden in Österreich die ersten Öffnungsschritte gesetzt. Schulen, Handel, Museen, Zoos und körpernahe Dienstleister durften wieder mit strengen Sicherheitsmaßnahmen öffnen.

So wurde der Abstand auf zwei Meter ausgeweitet, auch gilt in vielen Bereichen die FFP2-Maskenpflicht. Vor allem die zweite Maßnahme kritisierte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl scharf. Sie würde von der Regierung als "Allheilmittel" präsentiert. Laut seinen Aussagen würde die FFP2-Maske außer Kosten "nichts bringen".

Maßnahmen laut Kickl "nicht evidenzbasiert"

Er forderte am Dienstag in einer Pressekonferenz einen radikalen Strategiewechsel und nannte dafür das Beispiel Schweden. Hier gebe es laut Kickl keine Maskenpflicht in den Öffis, auch gebe es kein "Reintesten". Die Schulen, die Gastronomie und der Handel waren im skandinavischen Land durchgehend geöffnet. Laut dem FPÖ-Politiker hätten die Gesundheitsbehörden hier "hochgradig vernünftig agiert", weil all diese Maßnahmen in den anderen Ländern nicht "evidenzbasiert" erfolgten.

Maskenpflicht als "sinnlose Plagerei"

Dabei sind die Infektionszahlen in Schweden ebenso in die Höhe geschellt. Mittels Pandemie-Gesetz wurde nun auch in Schweden vor wenigen Wochen ein Teil-Lockdown möglich. Zudem hat das skandinavische Land über 12.000 Todesfälle zu beklagen. Bislang wurden hier insgesamt 588.062 Corona-Infektionen verzeichnet.

Kickl sprach von einem "völlig versauten Management der Regierung". Die Maskenpflicht bezeichnete er als "sinnlose Plagerei und Machtdemonstration".

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