Zwei Tage nach der 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen Spanien hat Rodrigo de Paul die zahlreichen Reaktionen auf das WM-Finale scharf kritisiert. Der Mittelfeldspieler sieht Argentinien zu Unrecht im Visier der Öffentlichkeit.
"Heute sehe ich, wie viele Menschen auf diese Niederlage gewartet haben", schrieb der 32-Jährige auf Instagram. Während der gesamten Weltmeisterschaft seien "unbegründete Verschwörungstheorien" verbreitet worden, um den Erfolg Argentiniens kleinzureden. Damit spielte de Paul offenbar auf die wiederkehrenden Vorwürfe an, die "Albiceleste" habe von Schiedsrichterentscheidungen profitiert.
Besonders deutlich wurde der Profi von Inter Miami mit einem weiteren Satz: "Unser Lächeln stört, unser Auftreten nervt sie." Trotz der Final-Niederlage zeigte er sich stolz auf die Leistungen seines Teams.
Vor allem in England war nach dem Halbfinal-Aus gegen Argentinien scharfe Kritik an der Spielweise der Südamerikaner laut geworden. Mehrere Medien hatten Spaniens WM-Triumph als verdient bezeichnet und dabei auch die harte Gangart von Lionel Messis Mannschaft thematisiert.
Für Argentinien endete die Mission Titelverteidigung damit zwar ohne Pokal – die Debatte über den Finalisten ist jedoch noch lange nicht verstummt.