Mit 1:14,606 stellte der niederländische Doppel-Weltmeister die überlegene Trainings-Bestzeit auf, verwies seinen Teamkollegen und WM-Rivalen Sergio Perez deutlich auf den zweiten Platz. Der Mexikaner hatte 0,768 Sekunden Rückstand.
Weiterhin im Aufwind zeigte sich Alpine. Esteban Ocon fuhr auf den guten dritten Rang (+0,812), sein Teamkollege Pierre Gasly wurde Fünfter (+0,939). Sensationell auf Rang vier landete Alpha-Tauri-Pilot Nyck de Vries (+0,898), der im Saisonverlauf bereits schwer in der Kritik stand.
Ferrari ist mit einem runderneuerten SF23 nach Barcelona gekommen, hat sich von der sogenannten "Badewanne", den eingedrückten Seitenkästen, getrennt. Dies brachte im ersten Training aber keinen Schritt nach vor. Charles Leclerc wurde unmittelbar vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz (+1,120) Achter (+1,088). Lokalmatador Fernando Alonso fuhr mit 0,941 Sekunden Rückstand auf Rang sechs. Nicht nach Wunsch lief es abermals für Mercedes. George Russell blieb Rang zehn (+1,147), seinem Teamkollegen Lewis Hamilton gar nur der zwölfte Rang (+1,239).
Die Red-Bull-Piloten meldeten zuvor ungewöhnliche Probleme, kämpften mit Bouncing, also dem Hüpfen der Autos. Max Verstappen meldete es nach der kurzen Gegengerade vor Kurve 10, sein Teamkollege Sergio Perez am Eingang der letzten Kurve, Kurve 14, die durch das Streichen der Schikane im letzten Sektor und der Rückkehr zur alten Streckenführung nun deutlich schneller durchfahren wird. Auch Mercedes-Star Russell klagte über Bouncing bei seinem W14.
Reifenhersteller Pirelli brachte Testreifen mit nach Barcelona, die alle Fahrer ausprobieren können. Diese Gummis werden ab Silverstone zum Einsatz kommen, weil die Formel-1-Boliden in der aktuellen Saison um etwa zwei Sekunden schneller sind, als noch vor einem Jahr. Und damit deutlich schneller als erwartet. An den Mischungsgraden selbst wird sich nichts ändern.