Erst das beinharte Duell mit seinem WM-Konkurrenten Lando Norris in Austin, für das der Brite eine Strafe erhielt, Verstappen aber nicht. Danach die ruppigen Manöver am vergangenen Sonntag in Mexiko, die dem WM-Führenden zwei Zehn-Sekunden-Strafen einbrachten – die teils überharte Fahrweise des 27-Jährigen stand zuletzt am Pranger.
So warf etwa Formel-1-Legende Damon Hill, der Weltmeister von 1996, dem Red-Bull-Star zuletzt bei "Sky" vor, sein Auto als "Waffe" zu gebrauchen. Mit den beiden Aktionen in den Kurven vier und acht gegen Norris habe sich Verstappen "selbst enttäuscht". Auf die Aussagen Hills und anderer Experten angesprochen, ließ der Dreifach-Weltmeister eine klare Antwort folgen: "Ich höre diesen Leuten nicht zu. Ich mache einfach mein Ding. Ich bin ein dreimaliger Weltmeister. Ich denke, ich weiß, was ich tue." Danach deutete der Sieger von 61 Formel-1-Rennen auch an, die Kritik nicht nachvollziehen zu können. "Ich habe eine Meinung, aber die muss ich nicht sagen."
Verstappen beendete das Rennen in Mexiko nach der Doppel-Strafe auf dem sechsten Rang, während Norris Zweiter wurde und im WM-Kampf Boden gutmachte. Allerdings beträgt die Führung des Niederländers noch komfortable 47 Punkte. "Ich mag es, zu gewinnen und ich mag es nicht, zu verlieren. Ich habe einfach versucht, das beste Ergebnis zu erreichen", unterstrich der Red-Bull-Star.
Der Niederländer erklärte auch, die Motorsport-"Königsklasse" sei zu stark reguliert – gerade wenn es um Rad-an-Rad-Kämpfe geht. "Generell wird das Regelwerk Jahr für Jahr dicker. Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist", so der WM-Führende, der meinte: "Ich glaube, ich bin in meiner Karriere deshalb so weit gekommen, weil ich die richtigen Leute um mich hatte."