Nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch, den er sich im Dezember beim Skitourengehen zugezogen hatte, kämpft Deutschlands Kapitän und Star-Keeper Manuel Neuer um sein Comeback. Der mittlerweile 37-Jährige arbeitet in der Reha hart, um es wieder aufs Feld zu schaffen. An ein Karriereende ist noch lange nicht zu denken.
Während Neuers Abwesenheit hat Barca-Keeper ter Stegen den Platz im DFB-Tor geerbt, stand bei den enttäuschenden Testspiel-Niederlagen gegen Polen (0:1) und Kolumbien (0:2) zwischen den Pfosten. Dabei hatte der 31-Jährige auch eine Botschaft an Neuer parat. Und das gleich in siebenmaliger Ausführung.
Denn auf der Bekleidung des Spanien-Legionärs fand sich siebenmal die Zahl 1 – auf dem Trikot, der Hose, den Handschuhen und sogar seinen Schuhen. Das wird wohl auch Neuer, der zusehen musste, nicht im DFB-Aufgebot stand, nicht entgangen sein. Die Handschuhe mit der großen 1 darauf hatte sich der 31-Jährige extra anfertigen lassen. Wenn Neuer im DFB-Aufgebot steht, gehört ihm diese Nummer, trägt der Barca-Star die 22.
Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" ließ ter Stegen schließlich die Kampfansage folgen. "Im Moment bin ich die Nummer eins. Und es ist mein Anspruch, das auch zu bleiben."
Das Duell ist also eröffnet. Ter Stegen stellte schon in den letzten Jahren immer wieder den Anspruch, Neuer abzulösen. Nun ist der 37-Jährige, der lange Zeit als bester Torhüter der Welt galt, sein Herausforderer. Die "Bild" meldet, dass Neuer den ehrgeizigen Plan verfolge, schon beim Trainingsauftakt am 13. Juli wieder auf den Platz zurückzukehren.